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Immer mehr Firmengebäude am Südbahnhof

Südstadt Immer mehr Firmengebäude am Südbahnhof

Das Areal am Südbahnhof entwickelt sich gut: Zwei Unternehmensneubauten sind demnächst bezugsfertig, und es gibt kaum mehr freie Flächen

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Die neue Zentrale von Porzellan Weitz an der Anna-Zammert-Straße.

Quelle: Christian Link

Hannover. Das Gewerbegebiet am Südbahnhof wächst weiter. Zwei neue Firmengebäude werden dieser Tage fertiggestellt, nur drei Flächen hat Projektentwickler Aurelis überhaupt noch im Angebot. Auch die Planungen für das finale Schmuckstück des Gewerbegebiets werden immer konkreter: An der Dreiecksfläche zwischen Anna-Zammert-Straße und Am Südbahnhof will Aurelis für mehr als 35 Millionen Euro einen bis zu siebenstöckigen Wohn- und Bürokomplex bauen. Rund 130 Wohnungen sollen dort entstehen, zehn mehr als zunächst geplant.

Das Millionenprojekt in Backsteinoptik wird dringend benötigten Wohnraum in die Südstadt bringen, der Lage entsprechend eher im gehobenen Preisspektrum. Ein Teil wird aber auch öffentlich gefördert und per Bezugsschein vermietet. Insgesamt 11.000 Quadratmeter sind nach jüngsten Plänen dafür vorgesehen, damit hätten die Wohnungen eine Durchschnittsgröße von rund 85 Quadratmetern. Eine Tiefgarage soll über 130 Stellplätze verfügen, die aber für Bewohner und Nutzer des Hauses reserviert sind.

Knapp 1900 Quadratmeter sind als Bürofläche geplant. „Wir führen darüber im Augenblick noch Gespräche mit Interessenten“, sagt Aurelis-Sprecher Raik Packeiser. Einen möglichen Baustart oder Fertigstellungstermin wollte er angesichts der offenen Verhandlungen und Planungen nicht nennen; vergangenen Herbst hatte Aurelis das Bauende für das Jahr 2017 anvisiert.

Der Bezirksrat und die zuständigen Ratsausschüsse haben das Projekt bereits grundsätzlich abgenickt. Über die konkreten Details werden die Politiker aber noch einmal abstimmen, wenn Aurelis sämtliche Unterlagen eingereicht hat. Auch die Öffentlichkeit wird dabei beteiligt.

Andere Neubauten in der Anna-Zammert-Straße sind bereits weit über das Planungsstadium hinaus. Gegenüber dem Netto-Markt lässt das Porzellan- und Haushaltswarengeschäft Weitz gerade eine neue Zentrale inklusive Büros, Lager und Onlineshop vollenden. „Wir sind nahezu fertig, wir werden vermutlich im August einziehen“, sagt Firmenchef Jürgen Weitz. Sein Unternehmen investiert rund drei Millionen Euro in das neue Geschäftshaus, in das die Koch- und Grillschule Kochart bereits vergangene Woche als Untermieter eingezogen ist. Vorher war das Unternehmen von Daniela und Udo Schulte am Aegidientorplatz ansässig, am 21. Juli geben sie ihren ersten Kochkurs in der Anna-Zammert-Straße 34.

Ebenfalls so gut wie vollendet ist der zweite Neubau der Helmstedter Schmid-Gruppe im Gewerbegebiet. Das Unternehmen hatte im vergangenen August das Bosch-Service-Center eröffnet, direkt daneben steht nun ein weiteres Bürogebäude der Firma. Wofür das dreigeschossige Haus mit seinen etwa 3700 Quadratmetern Gesamtfläche genutzt wird, wollte der Eigentümer nicht mitteilen.

Seit Frühjahr dieses Jahres baut auch die Firma Hempelmann Haustechnik ein neues Abholexpresslager (ABEX) in der Anna-Zammert-Straße. Die neue Halle mit etwa 1000 Quadratmetern werde noch in diesem Jahr eröffnet, sagt Michael Gaus, der für die ABEX-Standorte verantwortlich ist. Der Fachgroßhandel für Haustechnik will damit sein bisheriges Lager in der Tiestestraße neben dem Wertstoffhof ersetzen, das nur angemietet ist. Die Sanitärbranche boomt, und auch das hannoversche Unternehmen, das zur in Deutschland marktführenden GC-Gruppe gehört, profitiert davon. „Wir suchen die Nähe zu unseren Kunden, inzwischen haben wir rund um Hannover 20 Standorte“, sagt Gaus. Für Privatkunden sind die Lager allerdings tabu, nur konzessionierte Fachhandwerker dürfen dort einkaufen. „Der Versandweg ist dreistufig, daran halten wir uns natürlich“, erklärt er.

Für drei Grundstücke an der Anna-Zammert-Straße mit insgesamt 13 500 Quadratmetern Fläche sucht Aurelis noch Interessenten. „Es müssen Projekte sein, die in die Südstadt passen“, sagt Sprecher Packeiser. Die Frankfurter Immobilienfirma wäre notfalls auch bereit, die Grundstücke eine Weile im Bestand zu behalten, bis sich etwas Passendes findet - dass das Unternehmen warten kann, hat es schließlich schon bewiesen. „Das Areal hat bei Aurelis einen hohen Stellenwert“, versichert Packeiser.

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