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Gleichberechtigt, gleichcool – gleichstark

Festival für Gleichberechtigung in Linden Gleichberechtigt, gleichcool – gleichstark

Um für Gleichberechtigung zu werben, haben die Madsack Verlagsgruppe und das niedersächsische Sozialministerium am Sonnabend gemeinsam zum Gleichstark-Festival nach Linden geladen. Poetry-Slammer, Bands und Tänzer kamen auf der Bühne zum Zuge, dabei traten männliche und weibliche Formationen „gegeneinander“ an.

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Naya Isso beim "Gleichstark Festival".

Quelle: Michael Wallmüller

Hannover . Männer und Frauen unterscheiden sich in vielen Bereichen, haben oft verschiedene Interessen – sind aber gleichstark. Weil viele vermuten, dass das noch längst nicht in allen Köpfen angekommen ist, haben die Madsack Verlagsgruppe und das niedersächsische Sozialministerium gemeinsam zum Gleichstark-Festival nach Linden aufs Faust-Gelände geladen. Poetry-Slammer, Bands und Tänzer kommen auf der Bühne zum Zuge, dabei treten immer männliche und weibliche Formationen „gegeneinander“ an.

Eigentlich sollten knapp 3000 Zuschauer zum Gleichstark Festival auf der Faustwiese kommen. Wetterbedingt wurden es am Ende leider nur 500.

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Nach wie vor gibt es viele Klischees zum Beispiel von sekttrinkenden Frauen, die gerne shoppen gehen und den fußballverrückten Männern, die mit ihren Kumpels abhängen. Doch mittlerweile verschwimmen die Grenzen. Studiengänge und Jobs sind offen für beide Geschlechter. Das Bewusstsein für Mode ist keine rein weibliche Domäne mehr, zudem  ähneln sich Hobbys, sind vielleicht sogar dieselben –  vorhandene geschlechterspezifischen Grenzen verschieben sich. „Wir wollen die Stimmung in Sachen Gleichberechtigung einfangen und dies mit dem Festival verbinden“, sagt Nina Schnake vom Team Festfabrik, das das Programm zusammengestellt hat.

Eine bestechende Idee, wenngleich das Publikum sich nicht besonders schwer tut mit der Gleichberechtigung – zumindest theoretisch. Es quält sich eher mit dem kalten Regenwetter, das wirklich nicht zum Festival feiern taugt. Und so sind denn anstatt der erhofften 3000 Gäste nur rund 500 auf die Wiese am Faustgelände gekommen. Männer und Frauen übrigens gleichermaßen – und die haben reichlich Spaß beim anspruchsvollen Programm: Durch Nachmittag und Abend führen Bloggerin Ninia LaGrande und Redakteur Jan Sedelies. Dann betreten vier Poetry Slammer die Bühne: Katja Hofmann aus Halle, die Würzburgerin Pauline Füg, Lokalmatador Johannes Berger und der aus Dresden stammende Richard Schuster beschäftigen sich in ihren Texten mit Themen, die typisch für Männer und Frauen sind. Mit Laing, Susanne Blech, Naya Isso, Tom Thaler & Basil, Fat Belly und Madame Puschkiin sind im Anschluss gleich sechs Bands aus den Genres Hip Hop, Deutsch-Rock und Punk vertreten. Sie alle haben zwar ein überschaubares Publikum vor der Bühne, das eines eint: Sie sind alle gleich gut drauf.

Von Susanne Bauch

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