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Großes Finale beim Kultursommer

Hainholz Großes Finale beim Kultursommer

Mehr als tausend Besucher haben die 50 Veranstaltungen besucht. Der Organisator wünscht sich für die nächste Auflage im Jahr 2019 mehr Sponsoring.

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In prächtigen Kostümen präsentieren Tanzgruppen unter Leitung von Radha Sarma-Grundey traditionelle indische Tänze. Beyhan Öztapan klettert zum ersten Mal.Fotos: Steiner (2)

Hainholz. Mit einem Fest vor dem Kulturtreff in der Voltmerstraße hat der Reigen des Kultursommers unter dem Motto „Verborgene Orte entdecken“ in Hainholz geschlossen. Menschen vieler Nationalitäten fanden sich zu dem Fest ein. „Es war unser Ziel, bei diesem Kultursommer die Menschen im Stadtteil zu verbinden“, erklärte Mitveranstalter Wolfgang Jarnot. Mehr als tausend Menschen hatten sich nach seiner Aussage bei den mehr als 50 Veranstaltungen engagiert, die von der Hainhölzer Kulturgemeinschaft, dem Verein Unternehmer für Hainholz und dem Kulturbunker Hannover initiiert worden waren.

Ein Höhepunkt des gut besuchten Fests war der Auftritt einer tamilischen Tanzgruppe, die in prachtvollen Kostümen traditionelle indische Tänze auf der großen Bühne aufführte. „Ich unterrichte schon seit vielen Jahren hier im Kulturtreff, die Zusammenarbeit läuft sehr gut“, erzählte Lehrerin Radha Sarma-Grundey im Anschluss an die Darbietungen der sechs- bis 14-jährigen Mädchen. „Es macht mir sehr viel Spaß, und ich war auch gar nicht sehr aufgeregt“, sagte Aarthi. Die Zehnjährige ist seit zwei Jahren dabei. „Meine Mama hat mir früher vorgetanzt, und dann habe ich auch Lust bekommen“, berichtete sie.

An einem Kletterturm konnten sich nicht nur kleine Kletterer ausprobieren, auch manche Mutter versuchte ihr Glück. „Für mich ist es eine Premiere“, erzählte Beyhan Öztapan und machte sich mutig ans Erklimmen des Turms. Unter Anfeuerungsrufen ihrer Freundinnen schaffte sie immerhin etwa zweieinhalb Meter, bevor sie sich abseilte. Auf der Wiese vor der Bühne konnten Gäste Gymnastik treiben oder sich als Künstler unter professioneller Anleitung der Malschule Lotus betätigen. Gewerbetreibende luden an ihren Ständen zum Gespräch. Mit Sonja die Band, der Marius-Müller-Westernhagen-Coverband Mit 18 und der Gruppe Lieber Herr Meier wurde den ganzen Tag Live-Musik geboten.

„Es gab viele Highlights in diesem Kultursommer“, erzählte Jarnot. Darunter waren der Tag der offenen Tür im Helmke-Hof mit Workshops für Modedesign und in einer Kaffee-Schule, Musik und viel Kunst, eine Sternwanderung per Rad zu Firmen und unentdeckten Orten in Hainholz und die Kunstmarkthalle. „Hier hatten 27 Künstler aus Hainholz ausgestellt und die Vielfalt von Kunst in unserem Stadtteil gezeigt. Es kamen tausend Besucher an den vier Wochenenden“, berichtete Wolfgang Jarnot begeistert.

Mit dem Stück „How I Meet My Neighbours“ von Flüchtlingen und Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren im Kulturbunker sowie der dortigen Außenprojektion „Zufluchtsorte in Hainholz“ wurde auch das Flüchtlingsthema aktuell mit einbezogen. „Es haben auch Flüchtlinge beim Auf- und Abbau des Sommerfestes mitgeholfen“, ergänzte Jarnot, der insgesamt sehr zufrieden mit dem Erfolg des Kultursommers ist. „Wir wollten auch Künstler und Unternehmer zusammenbringen und damit Künstlern neue Räumlichkeiten erschließen sowie mit unseren Aktionen Gruppen ansprechen, die sonst nicht in Ausstellungen gehen. Das ist gelungen.“

Einen Wunsch hat Jarnot allerdings: „Ich wünsche mir für das nächste Fest neben den 20 Firmen, die uns dankenswerterweise unterstützt haben, noch mehr Beteiligung der Geschäftswelt aus Hainholz“, meinte er mit Blick auf die knappen finanziellen Ressourcen für dieses große Projekt. Bis dahin ist noch Zeit: Der nächste Hainhölzer Kultursommer wird 2019 stattfinden.

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