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Heino rockt das Schützenfest in Kleefeld

Der Held im Zelt Heino rockt das Schützenfest in Kleefeld

Pfiffig, diese Kleefelder: Wer wie sie nur alle fünf Jahre Schützenfest feiert, hat auch jedes Mal ein mindestens halbrundes Jubiläum. Diesmal begeht die Jagdsportgesellschaft das 105. – und da darf es zum Auftakt ruhig mal etwas Besonderes sein, Heino.

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„Das ist ja ne’ Stimmung hier“: Heino Freitagabend beim Schützenfest in Kleefeld.

Quelle: Sielski

Hannover. Und so begab es sich am Freitagabend also, dass um Schlag neun Heino auf die Festzeltbühne in der Eilenriede marschierte. Nicht irgendein Heino – der Echte. Wer sich das ausgedacht hat? „Ich“, sagt Thomas Preiss. Dabei grinst der 1. Vorsitzende dieses Grinsen, das er eigentlich den ganzen Abend nicht aus dem Gesicht bekommt. Denn er weiß: Das 1000-Mann-Zelt ist ausverkauft, die Stimmung prima. 200 Sonnenbrillen haben Preiss und seine Helfer verteilen lassen, als nette Geste an den Gaststar. „Ich darf doch Freunde zu euch sagen“, fragt Heino nach seinem Auftakthit „Junge“. Klar darf er. Heino sieht aus wie immer, wenn man die letzten Jahre zugrunde legt: ganz in Schwarz, kettenbehängt, langer Ledermantel. Und natürlich die ewige Scheitel-Brillen-Kombination, so dass auch die Haselnuss-Barbara-Generation den Mann erkennt. Sie hält sich anfangs noch ein wenig zurück, beobachtet oder bestellt noch was mit Alkohol.

Heino hat am Freitagabend das Schützenfest in Kleefeld gerockt.

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Die Jüngeren und die wie Heino Junggebliebenen feiern Heino von Beginn an ab. Das ist jetzt seine Bezugsgruppe, die es mag, wenn der Enzian jetzt schwarz ist und in Moll und rammsteinig.
Für Heino und seine üppige, mit Bläsersatz besetzte Band ist es ein Probelauf für die anstehende Tournee. Deshalb spricht Preiss auch von ein bisschen „Zufall, dass alles passte“. Aber nun ist er ja da. Klar ist: da steht ein Profi, der im Schützenzelt genauso seinen Job macht wie auf der großen Showbühne oder im Capitol. Und weil er ein Profi ist, gleitet er mit dem „Vogel der Nacht“ nach ein paar Rocknummern in den Schlagermodus. Jetzt hat er alle im Sack. Bier wird trotzdem bestellt. Jetzt erst recht.

„Ich hab es vor 50 Jahren das erste Mal gesungen“, moderiert Heino sein „Lieblingsseemannslied“ an. Kurze Spannungspause – „La Paloma!“ Ein „Uuiiiih“ geht durchs Publikum. Die gniedelnde E-Gitarre war vor 50 Jahren noch nicht dabei.

Er hält sich nicht lange mit Ansagen auf, denn er weiß: sobald der Schallpegel von der Bühne nachlässt, beginnen die lautstarken Unterhaltungen. Deshalb: Weiterrocken. „Rosamunde, schenk mir dein Herz und sag ja.“ Einige singen: „Schenk mir dein Sparkassenbuch.“ Das war mal ein Brüller. Ist aber ungefähr so lange her wie „La Paloma“. „Hanneloooore“, brüllt das Publikum, als Heino in einer Anmoderation von seiner Frau spricht, die ihn auch nach 36 Jahren immer noch „willenlos“ mache. „Das ist ja ne Stimmung hier“, lobt Heino und besingt Rammsteins Sonne. „Sie wird heut‘ Nacht nicht untergehn.“ Da kann er sich bei den Kleefeldern ziemlich sicher sein.

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