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Helene-Lange-Schule mit Projektwoche zur 900-Jahr-Feier

Linden Helene-Lange-Schule mit Projektwoche zur 900-Jahr-Feier

Helene-Lange-Schüler beschäftigen sich eine Woche lang mit dem Stadtteil und seiner Geschichte.

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Nicole bei der Versteigerung von Linden-Bildern.

Quelle: Mario Moers

Hannover. „Wir sind eine Schule mitten in Linden, dass wollen wir zeigen.“ Nicole Viñals-Stein, die kommissarische Schulleiterin der Helene-Lange-Schule, hat sich von der Linden-Begeisterung im Jubiläumsjahr anstecken lassen. Auf dem Lindener Marktplatz präsentierte die gesamte Schule am Montagnachmittag die Ergebnisse einer spannenden Projektwoche zur 900-Jahr-Feier. Beinahe alle Klassen und einige AGs zeigten an unzähligen Ständen, Bühnen und sogar in den Schaufenstern der umliegenden Geschäfte, wie sie sich den Stadtteil erschlossen haben.

„Auf dem Lindener Berg kannte ich vorher nur den Biergarten, jetzt habe ich auch den Friedhof und den Küchengartenpavillion kennengelernt“, berichtet Helene-Lange-Schülerin Christina Paul lächelnd. Die Schülerin steht vor einem Tisch, auf dem Modellbauten bekannter Lindener-Gebäude aufgestellt sind. Darunter auch ihr eigenes Werk, eine Replik des 1825 gebauten Egestorffschen Berggasthauses. „Wo das stand, befindet sich heute der Wasserhochbehälter“, fährt Paul kundig fort. Als Teilnehmerin der Projektgruppe „Linden im 19. Jahrhundert“ haben einige Schüler der achten und zehnten Klassen die Lindener Industrievergangenheit kennengelernt. Obwohl sie hier täglich in eine der traditionsreichsten Schulen im Stadtteil gehen, wussten die meisten Schüler vor der Projektwoche kaum etwas über dessen bewegte Geschichte. „Viel ist ja nicht mehr übrig geblieben von damals. Es war schwer, sich das vorzustellen“, findet Luca Warneke, der mit Christina das Modell gebaut hat.

„Normalerweise haben wir nur einzelne Projekttage. Im Jubiläumsjahr haben wir uns eine ganze Woche genommen“, freut sich Schulleiterin Viñals-Stein über die bunte Ergebnis-Show. Auf dem ganzen Marktplatz schwirren am Montagnachmittag die Schülerinnen und Schüler bei bestem Wetter zwischen den Stellwänden und Aufführungen umher. Im Foyer des Rathauses sind Dioramen und Arbeiten zur Lindener Architektur ausgestellt. In einem improvisierten Kinoraum laufen selbst gedrehte Reportagen. Es gibt Linden-Kurzgeschichten zu hören und eine Art Casino-Bereich mit Linden-Spielen zu erkunden. Auf der großen Bühne moderieren die beiden Zehntklässler Fynn und Darian lässig eine Kunstaktion. Zum Verkauf stehen, natürlich, Impressionen aus dem Stadtteil, von den Gymnasiasten mit dem Pinsel festgehalten. „Wir sind froh, dass wir so eine Veranstaltung auf dem Lindener Marktplatz machen können, das ist doch schon etwas Besonderes“, findet die Schulleiterin. 

Von Mario Moers

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