Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus den Stadtteilen Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge ist groß
Hannover Aus den Stadtteilen Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge ist groß
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 17.07.2015
Von Juliane Kaune
Um Klärung bemüht: Michael Heesch von der Stadt hat bei der Infoveranstaltung zum Flüchtlingsheim Tresckowstraße viele Fragen zu beantworten. Quelle: Marta Krajinovi
Wettbergen

Wettbergen. Ende September soll das Flüchtlingswohnheim fertig sein, das derzeit an der Tresckowstraße in die Höhe wächst. Und schon jetzt gibt es eine große Bereitschaft im Stadtteil, zu helfen. Rund 100 Anwohner waren zu einer Informationsveranstaltung in die Henning-von-Tresckow-Grundschule gekommen, die in direkter Nachbarschaft zum neuen Wohnheim liegt. „Wir möchten ein Willkommensnetzwerk für die Flüchtlinge aufbauen - und dafür brauchen wir Ihre Hilfe“, sagte Bezirksbürgermeister Andreas Markurth, der eingeladen hatte. Spontan fanden sich etwa 30 der Anwesenden bereit, in einem Unterstützerkreis mitzuarbeiten, der den Flüchtlingen helfen soll, sich in der neuen Umgebung einzuleben.

Das Wohnheim, das die Baugesellschaft GBH im Auftrag der Stadt errichtet, soll zunächst 50 Menschen eine Unterkunft bieten. Wie berichtet, zeichnet sich aber ab, dass mehr Platz gebraucht wird. „Wir prüfen, ob an diesem Standort bis zu 100 Personen leben können“, bestätigte Marc Schalow vom Fachbereich Planen und Stadtentwicklung bei der Veranstaltung. Eine Entscheidung muss der Rat der Stadt treffen. Würde die Zahl aufgestockt, müssten auf dem Gelände ein bis zwei weitere Gebäuderiegel gebaut werden. Stadtweit sind rund 2750 Flüchtlinge in verschiedenen Wohnformen untergebracht.

Die Anwohner hatten viele Fragen. Doch nicht alle konnten Schalow und sein Kollege Michael Heesch beantworten. So steht noch nicht fest, welche Bewohner in dem Neubau einziehen werden. Stadtweit seien etwa Dreiviertel der Flüchtlinge alleinreisende Männer, erklärte Schalow. Die restliche Gruppe bestehe aus Frauen und Familien, überwiegend mit Kleinkindern. In dem Wettberger Heim wird es Wohneinheiten mit vier bis fünf Zimmern und einer Gemeinschaftsküche geben. Rund um die Uhr wird die Anlage betreut, neben Hausmeister und Nachtwache sind 1,5 Sozialarbeiterstellen vorgesehen. „Handelt es sich um qualifizierte Heimbetreiber?“, wollte eine Zuhörerin wissen. Schalow berichtete, die Betreiber würden per Ausschreibung gesucht - bisher habe man stets gute Erfahrungen gemacht.

Das gelte auch für das Flüchtlingsheim Munzeler Straße in Oberricklingen, das bereits seit 2012 besteht, sagte Bezirksbürgermeister Markurth: „Ich bin stolz, dass das Miteinander in unserem Stadtbezirk so gut funktioniert.“ Auch Melanie Walter vom städtischen Fachbereich Migration und Integration lobte das Engagement der Ehrenamtlichen. Stadtweit gebe es bereits 1000 Aktive in Unterstützerkreisen für Flüchtige, berichtete sie. Die Hilfen reichten von Sachspenden über eine Begleitung bei Behördengängen bis zu Angeboten wie Fahrradwerkstätten oder Sprachkurse.

Wie die Hilfe in Wettbergen konkretisiert werden kann, können alle Interessierten am Montag, 20. Juli, besprechen. Treffpunkt ist um 19 Uhr im Ökumenischen Kirchenzentrum Mühlenberg, Mühlenberger Markt 5.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

"Das ist etwas für solvente Menschen": Seit die Polizeiinspektion West vor dreieinhalb Jahren ausgezogen ist, steht die historische Villa Stephanus in der Gartenallee leer. Das Penthouse für 1,2 Millionen Euro ist noch zu haben. Ein Rundgang durch die entkernte Villa.

Juliane Kaune 20.07.2015

Der Kleingartenverein Linden hat freie Gärten im Angebot. Zurzeit gibt es neun Parzellen, die zu haben sind. In den Kolonien Bergfrieden, Langenfelde, Lindener Alpen, Lindener Eisen und Stahl, Schwarze Flage, Struckmeyers Erben sowie Ihlpohl I und II werden neue Pächter gesucht.

Juliane Kaune 17.07.2015

Die Stöckener müssen um ihren Wochenmarkt bangen. Wegen der geplanten Umgestaltung des Marktplatzes droht eine längere Bauphase, die dem bereits schwächelnden Marktgeschehen den Todesstoß versetzen könnte.

17.07.2015