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Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge ist groß

Wettbergen Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge ist groß

Bürger haben viele Fragen bei der Info-Veranstaltung zum künftigen Flüchtlingsheim . Unterdessen gründen Wettberger einen Unterstützerkreis für das Wohnheim Tresckowstraße.

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Um Klärung bemüht: Michael Heesch von der Stadt hat bei der Infoveranstaltung zum Flüchtlingsheim Tresckowstraße viele Fragen zu beantworten.

Quelle: Marta Krajinovi

Wettbergen. Wettbergen. Ende September soll das Flüchtlingswohnheim fertig sein, das derzeit an der Tresckowstraße in die Höhe wächst. Und schon jetzt gibt es eine große Bereitschaft im Stadtteil, zu helfen. Rund 100 Anwohner waren zu einer Informationsveranstaltung in die Henning-von-Tresckow-Grundschule gekommen, die in direkter Nachbarschaft zum neuen Wohnheim liegt. „Wir möchten ein Willkommensnetzwerk für die Flüchtlinge aufbauen - und dafür brauchen wir Ihre Hilfe“, sagte Bezirksbürgermeister Andreas Markurth, der eingeladen hatte. Spontan fanden sich etwa 30 der Anwesenden bereit, in einem Unterstützerkreis mitzuarbeiten, der den Flüchtlingen helfen soll, sich in der neuen Umgebung einzuleben.

Das Wohnheim, das die Baugesellschaft GBH im Auftrag der Stadt errichtet, soll zunächst 50 Menschen eine Unterkunft bieten. Wie berichtet, zeichnet sich aber ab, dass mehr Platz gebraucht wird. „Wir prüfen, ob an diesem Standort bis zu 100 Personen leben können“, bestätigte Marc Schalow vom Fachbereich Planen und Stadtentwicklung bei der Veranstaltung. Eine Entscheidung muss der Rat der Stadt treffen. Würde die Zahl aufgestockt, müssten auf dem Gelände ein bis zwei weitere Gebäuderiegel gebaut werden. Stadtweit sind rund 2750 Flüchtlinge in verschiedenen Wohnformen untergebracht.

Die Anwohner hatten viele Fragen. Doch nicht alle konnten Schalow und sein Kollege Michael Heesch beantworten. So steht noch nicht fest, welche Bewohner in dem Neubau einziehen werden. Stadtweit seien etwa Dreiviertel der Flüchtlinge alleinreisende Männer, erklärte Schalow. Die restliche Gruppe bestehe aus Frauen und Familien, überwiegend mit Kleinkindern. In dem Wettberger Heim wird es Wohneinheiten mit vier bis fünf Zimmern und einer Gemeinschaftsküche geben. Rund um die Uhr wird die Anlage betreut, neben Hausmeister und Nachtwache sind 1,5 Sozialarbeiterstellen vorgesehen. „Handelt es sich um qualifizierte Heimbetreiber?“, wollte eine Zuhörerin wissen. Schalow berichtete, die Betreiber würden per Ausschreibung gesucht - bisher habe man stets gute Erfahrungen gemacht.

Das gelte auch für das Flüchtlingsheim Munzeler Straße in Oberricklingen, das bereits seit 2012 besteht, sagte Bezirksbürgermeister Markurth: „Ich bin stolz, dass das Miteinander in unserem Stadtbezirk so gut funktioniert.“ Auch Melanie Walter vom städtischen Fachbereich Migration und Integration lobte das Engagement der Ehrenamtlichen. Stadtweit gebe es bereits 1000 Aktive in Unterstützerkreisen für Flüchtige, berichtete sie. Die Hilfen reichten von Sachspenden über eine Begleitung bei Behördengängen bis zu Angeboten wie Fahrradwerkstätten oder Sprachkurse.

Wie die Hilfe in Wettbergen konkretisiert werden kann, können alle Interessierten am Montag, 20. Juli, besprechen. Treffpunkt ist um 19 Uhr im Ökumenischen Kirchenzentrum Mühlenberg, Mühlenberger Markt 5.

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