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IGS Vahrenheide/Sahlkamp wird 20

Vahrenheide IGS Vahrenheide/Sahlkamp wird 20

Die IGS Vahrenheide/Sahlkamp feiert Geburtstag – und freut sich über ihren guten Ruf. Die Schüler sprechen 28 Herkunftssprachen, Arabisch genauso wie Türkisch, Russisch oder Polnisch. Vor dem großen Fest blickt Schulleiter Wilm Janssen auf den schwierigen Start der Stadtteilschule zurück, die bei der Inklusion eine Vorreiterrolle spielt.

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Die IGS Vahrenheide/Sahlkamp.

Quelle: Michael Thomas

Vahrenheide. Die mittleren Kinder haben es nicht leicht, als sogenannte Sandwich-Kinder sind sie immer mittendrin - zwischen Thronfolger und Nesthäkchen. In der städtischen Familie der Integrierten Gesamtschulen ist die Mittelposition aber gar nicht so schlecht: Die IGS Vahrenheide/Sahlkamp, die in der nächsten Woche ihr 20-jähriges Bestehen feiert, konnte an das anknüpfen, was die Gesamtschulen aus den Siebzigerjahren - wie die IGS Roderbruch und die IGS Linden - schon erkämpft hatten. „Allerdings war die Akzeptanz für eine Gesamtschule damals noch nicht so hoch wie heute“, sagt der jetzige Schulleiter Wilm Janssen (63), der 2007 an die Schule kam.

Nach vier Jahren Planungszeit wurden im August 1995 die ersten Fünftklässler in die neue IGS aufgenommen. Neu war die Schule, aber nicht das Gebäude: Die Gesamtschüler zogen in das Gebäude der Hauptschule Weimarer Allee, die langsam auslief. „Für eine IGS mit vielen Räumen als Rückzugs- und Differenzierungsmöglichkeit war das eigentlich nicht ausgelegt“, sagt Janssen, und damit kämpft die Schule bis heute. Die IGS Vahrenheide/Sahlkamp hat sich als jeher als Stadtteilschule verstanden, die nicht nur Kinder aus dem eigenen Bezirk aufnimmt, sondern fest in der Gegend verankert ist.

Nach Angaben von Angelika Schoenheit, stellvertretende Schulleiterin, kommen rund 50 Prozent der Schüler aus dem Stadtteil, vorrangig von drei benachbarten Grundschulen. Die Akzeptanz bei den Eltern sei in den vergangenen 20 Jahren deutlich gewachsen, auch weil die IGS bei der Inklusion, also dem gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung, eine Vorreiterrolle spielt. Der Anteil der Kinder mit einer Realschulempfehlung liegt nun bei etwa der Hälfte.

Ein Drittel der Schüler erreicht einen höheren Abschluss als der, der ihm am Ende der Grundschulzeit vorausgesagt worden war. Von rund 100 Absolventen schließen immerhin mehr als 30 Prozent mit einem erweiterten Sekundarstufe-I-Abschluss ab, der dann zum Besuch der Oberstufe berechtigt. Im neuen Oberstufenzentrum der IGS Büssingweg können sie künftig auch ihr Abitur ablegen. Wer sich jetzt im 5. Jahrgang anmeldet, dem ist später ein Platz im Oberstufenzentrum am Büssingweg sicher.

Gefeiert wird der 20. Geburtstag der IGS Vahrenheide/Sahlkamp gleich an drei Tagen – am Dienstag, 13. Oktober, mit einer Fotoaktion, am Mittwoch, 14. Oktober, ist um 16.15 Uhr die offizielle Feierstunde angesetzt, zu der auch die erste Schulleiterin Barbara Kieser erwartet wird, abends treffen sich dann Ehemalige, Eltern und Lehrer. Am Donnerstag, 15. Oktober, ist ab 15 Uhr ein großes Schulfest.

Derzeit besuchen rund 600 Kinder der Jahrgänge 5 bis 10 die IGS Vahrenheide/Sahlkamp. Sie sprechen 28 Herkunftssprachen, Arabisch ist genauso darunter wie Türkisch, Russisch oder Polnisch. „Eine bunte Vielfalt“, nennt dies Leiter Janssen. Zusehends kommen auch Kinder aus Vinnhorst an die Schule.

Die 55 Lehrer unterrichten in 80-Minuten-Blöcken, von montags bis donnerstags dauert die Schule von 7.45 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags ist immer schon um 13.15 Uhr Schluss. Regelmäßige Arbeits- und Übungsstunden sind vorgesehen. In den Jahrgängen 5 und 6 gibt es sogenannte Schwerpunktklassen, in denen die Kinder „frei und eigenverantwortlich“ (Schoenheit) ihre Neigungen ausprobieren können. Neben Berufsorientierung und Vorbereitung auf die Ausbildung sieht die Schule in der Kultur einen ihrer Schwerpunkte. Die IGS ist Partnerschule des Staatstheaters, regelmäßige Theater- und Opernbesuche gehören dazu. Immer wieder stehen auch die Schüler selbst auf der Bühne.

„Zehn Jahre braucht eine Schule, um durchzustarten“, sagt Janssen, „dann beginnt die inhaltliche Arbeit.“ Welche Wünsche hat das Geburtstagskind für die Zukunft? „Mehr Rückzugsräume für Schüler im Gebäude.“ Und natürlich: „Den Deutschen Schulpreis gewinnen.“

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