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Anwohnerbedenken wegen Flüchtlingsunterkunft

Bürgerversammlung in der Südstadt Anwohnerbedenken wegen Flüchtlingsunterkunft

Zwei unterschiedliche Lager sind bei der Bürgerversammlung über die geplante Flüchtlingsunterkunft in der Langensalzastraße in der Südstadt aufeinandergetroffen. Nachbarn äußerten Bedenken über möglichen Lärm und fürchteten um ihre Sicherheit, andere riefen dazu auf, auf die Flüchtlinge zuzugehen.

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Rund 120 Bürger waren zur Bürgerversammlung ins Haus der Jugend gekommen.

Quelle: klein

Hannover. Bis zum Jahresende sollen 61 Flüchtlinge in das alte Gebäude des städtischen Grünflächenamtes in der Langensalzastraße einziehen. Bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend stellte die Verwaltung ihre Pläne vor. Demnach sollen in zwei Etagen des Gebäudes Familien einziehen, in den anderen beiden Stockwerken ist die Unterbringung von alleinreisenden Flüchtlingen geplant.

Unter den rund 120 Besuchern der Informationsveranstaltung waren auch zahlreiche Anwohner aus der direkten Nachbarschaft. Sie befürchten vor allem Lärm im Hinterhof. Auf einer Architektenskizze für den Umbau sind im Hof unter anderem ein Basketballkorb, Tischtennisplatten und Sitzplätze für rund 30 Menschen vorgesehen. "Ich habe Bedenken, dass wir keine Ruhe mehr haben", sagte eine Anwohnerin. Jeder Hausbewohne wisse, wie laut die Geräusche aus diesem Hinterhof schallten. Sven Berger von der Stadtverwaltung versucht, die Anwohner zu beruhigen: "Die Planungen für den Hinterhof sind noch nicht abgeschlossen", sagte er. Eine Sandkiste für kleine Kinder sei jedoch an Flüchtlingsheimen üblich.

Andere Südstädter fürchten sich um die Sicherheit Abends und in der Nacht. "ich traue mich dann nicht mehr auf die Straße", sagte eine Anwohnerin. Befürchtungen gibt es vor allem wegen der nahe gelegenen Unterkunft im ehemaligen Hotel gegenüber des Rathauses. Dort sollen 550 Flüchtlinge untergebracht werden. "Die kommen doch hierher zu Besuch", sagte eine Frau.

Eileen Al Zubairy sagte, es sei gut, Bedenken zu haben. "Ich möchte ihnen aber die Angst nehmen", betonte sie. Sie gab den Bürgern den Rat, in die Flüchtlingsunterkünfte zu gehen und dort mit den Menschen zu sprechen. "Sie werden sehen, dass sind auch Menschen, die große Ängste haben."

In der Bürgerversammlung riefen zahlreiche Anwohner auch dazu auf, auf die Flüchtlinge zuzugehen und die Integration dadurch zu unterstützen. "Nur dann kann das gelingen", sagte ein Mann.

Von Mathias Klein

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