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Aus den Stadtteilen Die erste Runde geht an Andres
Hannover Aus den Stadtteilen Die erste Runde geht an Andres
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00:17 27.09.2015
Von Bernd Haase
Weil sein Konkurrent Andres 64 Jahre alt ist und Hofmann erst 36, gilt der Kampf ums Ratsmandat auch als Duell Alt gegen Jung. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld wirft die in einem Jahr anstehende Kommunalwahl längere Schatten voraus als anderswo im Stadtgebiet, weil zwei Männer das wollen, was nur einer haben kann - ein Ratsmandat für die SPD. Im Konkurrenzkampf mit Bezirksbürgermeister und Mandatsträger Henning Hofmann hat der frühere Bundestagsabgeordnete Gerd Andres einen Etappensieg errungen. Der Vorstand des Ortsvereins Groß-Buchholz hat sich mehrheitlich für ihn entschieden. „Wir wollten uns positionieren und einen Knopf an die Angelegenheit machen“, sagt der Vorsitzende Hubert Harfst.

Zwar werden endgültige Entscheidungen erst im kommenden Jahr fallen, aber interessant ist die Angelegenheit schon. Sowohl Andres als auch Hofmann sitzen im Ortsvereinsvorstand. Der eine hatte sich dort im März zum stellvertretenden Vorsitzenden wählen lassen und damit eine sechsjährige Zeit ohne politisches Amt oder Mandat beendet. Der andere fungiert als Beisitzer.

Gerd Andres hat lange Jahre auf der großen Politikbühne mitgespielt. Bis 2009 saß er 22 Jahre lang im Bundestag und hatte in dieser Zeit das Mandat in seinem Wahlkreis stets direkt gewonnen. In der Zeit, als die damalige SPD-geführte Bundesregierung unter dem Begriff Agenda 2010 die Sozialreformen durchsetzte, war Andres parlamentarischer Staatssekretär. Hofmann dagegen sitzt im hannoverschen Rat und ist Bezirksbürgermeister. Ein Versuch, sich von seiner Partei in seiner früheren Heimatstadt Springe als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen, scheiterte frühzeitig.

Politroutinier Andres begründet sein Ansinnen durchaus diffizil. „Positionen der SPD in Buchholz-Kleefeld scheinen mir im Rat etwas unterbelichtet zu sein“, hatte er gesagt. Dies geht gegen Hofmann, soll aber nicht offen konfrontativ ausgelegt werden. Andres erklärt, als Bezirksbürgermeister - ein Amt, das Hofmann behalten will - müsse dieser überparteilich agieren. Das Unterbelichtete im Rat resultiert nach dieser Lesart nicht aus Qualifikation, sondern aus der Unvereinbarkeit zweier Ämter.

Weil Andres 64 Jahre alt ist und Hofmann erst 36, gilt das Ganze auch als Duell Alt gegen Jung. Auch das ist pikant, weil sich die SPD ja durchaus Verjüngung bei den Mandatsträgern auf die Fahnen geschrieben hat. Die Parteispitze hält sich öffentlich aus dem Buchholz-Kleefelder Rennen heraus; auch der Kleefelder Ortsverein will nach Angaben der stellvertretenden Vorsitzenden Belgin Zaman kein Votum abgeben. „Das ist zunächst einmal die Angelegenheit der Kollegen“, sagt sie. Das wird sich dann ändern, wenn bei Mitgliederversammlungen die endgültigen Entscheidungen darüber fallen, wer die aussichtsreichen Kandidatenplätze erhält.

von Bernd Haase

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