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„Auf Wiedersehen, alter Freund!“

Linden-Nord „Auf Wiedersehen, alter Freund!“

Der beliebte Kioskbetreiber Dündar Dogay aus Linden-Nord ist gestorben – und viele im Stadtteil nehmen Anteil. Innerhalb kürzester Zeit wurde die geschlossene Ladenfront mit zahlreichen Zetteln beklebt, auf denen die Stadtteilbewohner sich von Dogay verabschiedeten oder den Hinterbliebenen ihr Beileid ausdrückten.

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Zahlreiche Menschen haben an der Trinkhalle Noltestraße an den kürzlich
verstorbenen Kioskbesitzer Dündar Dogay erinnert.

Quelle: Christian Link

Linden. Der plötzliche Tod des Kioskbesitzers Dündar Dogay hat große Bestürzung bei Kunden und Nachbarn ausgelöst. Der Inhaber der Trinkhalle Noltestraße war Anfang August in seine türkische Heimat gereist und dabei verstorben. Er wurde in seiner Geburtstadt Havza in der Nähe des Schwarzen Meeres beigesetzt. Durch einen Aushang am Kiosk erfuhren die Lindener von dem traurigen Vorfall, auf den sie äußerst liebevoll reagierten: Innerhalb kürzester Zeit wurde die geschlossene Ladenfront mit zahlreichen weiteren Zetteln beklebt, auf denen die Stadtteilbewohner sich von Dogay verabschiedeten oder den Hinterbliebenen ihr Beileid ausdrückten. Daneben wurden zahlreiche Kerzen und Blumen aufgestellt.

„Du hast mit deiner ehrlichen und freundlichen Art diesen Ort bereichert und uns zum Lachen gebracht“, schreiben etwa Tanja und Stefan in einem letzten Gruß an den Verstorbenen. „Danke für deine Ironie, niemand kann mir jetzt noch Taliban-Bier verkaufen“, heißt es im Abschiedsbrief von Christian. Auch andere Schreiben machen deutlich, dass Dogay von den Menschen aus dem Stadtteil als gewitzter Gesprächspartner und Mensch geschätzt wurde.

Der 68-Jährige hinterlässt fünf Kinder, die mit einer persönlichen Danksagung auf die rührenden Abschiedsbriefe reagierten. „Es war einfach toll, was dort geschrieben wurde“, sagt seine älteste Tochter Nesrin. Sie freut sich, dass ihr Vater so vielen Menschen in guter Erinnerung bleiben wird - auch wenn Dogay und seine Kinder zuletzt keinen Kontakt mehr hatten. Wie ihre Geschwister war sie erst im Erwachsenenalter ihrem Vater nach Deutschland gefolgt. „Man muss als Familie zusammenwachsen, das war uns hier leider nicht möglich“, bedauert Tochter Nesrin.

Vater Dogay war bereits im Alter von 18 Jahren nach Deutschland gekommen, um hier Landespflege zu studieren. Nebenher arbeitete er im türkischen Konsulat, wo er vor allem als Übersetzer tätig war. Auch als ausgebildeter Diplomingenieur blieb Dogay zunächst Angestellter des Konsulats. Anfang der Neunzigerjahre machte er sich mit dem Kiosk in Linden-Nord selbstständig.

Abschiedstrunk für Dogay: Am morgigen Freitag, 21. August, laden die Hinterbliebenen die Nachbarn und Kunden von Dündar Dogay zu einem kleinen Umtrunk ein, um sich für die Anteilnahme noch einmal persönlich zu bedanken. Die kleine Feier an der Trinkhalle Noltestraße beginnt um 18 Uhr.

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