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Aus den Stadtteilen Klagen über Lärm und Staub
Hannover Aus den Stadtteilen Klagen über Lärm und Staub
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00:17 20.08.2015
Ein Bagger zernagt derzeit die ehemalige Regionaldirektion der Arbeitsagentur. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Ein riesiger Abrisskran zernagt derzeit den alten Gebäudekomplex.

Mit dem Anblick haben sich die Anwohner mittlerweile arrangiert, allerdings klagen viele über eine massive Belästigung durch Baulärm und Staub. „Ich weiß gar nicht, ob denen klar ist, dass wir hier in einem Wohngebiet sind“, sagt etwa eine aufgebrachte Frau, die in der Siemensstraße direkt hinter der Baustelle wohnt. Man könne sich kaum mehr im Garten oder auf dem Balkon aufhalten, da es während der Bauzeiten einfach viel zu laut und die Staubbelästigung zudem immens sei. Auch in der nahe gelegenen Knappschaft Bahn und See ist man verstimmt: Man könne kein einziges Fenster mehr aufmachen, berichtet eine Mitarbeiterin. „Den Parkplatz können wir auch nicht mehr nutzen, da sonst alle Autos komplett zustauben.“

Es seien schon mehrere offizielle Beschwerden eingegangen, sagt Frank Scharnowski, Sprecher von Gundlach. Man könne es natürlich nicht jedem recht machen, gehe aber auf jede einzelne Beschwerde ein und sei auch ansonsten bemüht, ausführlich über das Bauprojekt und seine Begleitumstände zu informieren.

Anwohner kritisieren mangelnde Information

Das sehen viele Anwohner anders. Mangelnde Information ist einer ihrer Hauptkritikpunkte an den Arbeiten. So habe es vor Baustart keinerlei Gelegenheit gegeben, etwas über das Vorhaben zu erfahren und sich darauf einzustellen, berichtet eine Bewohnerin eines angrenzenden Mehrparteienhauses. Nun will Gundlach reagieren: In Kürze sollen sämtliche Bewohner der angrenzenden Straßen ein detailliertes Informationsschreiben erhalten, erklärt Scharnowski.

„Wir sind zuversichtlich, die Abrissarbeiten zeitnah abschließen zu können“, sagt Projektleiter Tobias Quednau von der zuständigen Abbruch & Recycling GmbH. Auf einen genauen Termin wolle er sich dabei jedoch nicht festlegen. Man sei zudem bestrebt, die Staubentwicklung so gut wie möglich einzudämmen. Zu diesem Zweck arbeite man aktuell mit drei großen Wasserstrahlern. „Wir haben mittlerweile einige Rückmeldungen erhalten, dass die Staubbelästigung bereits zurückgegangen sei“, berichtet Quednau.

Bunker wird abgerissen: Unter zwei westlich gelegenen Gebäudeteilen befindet sich ein massiver Bunkerraum, der ebenfalls weichen muss. „Sprengungen wird es aber nicht geben“, zerstreut Tobias Quednau entsprechende Befürchtungen von Anwohnern. Der Abriss-Leiter des durch Gundlach beauftragten Unternehmens A.R.D. aus Hannover erwartet, dass der bereits auf der Baustelle eingesetzte Bagger auch mit dem Schutzraum fertig wird. Der Bunker wurde unterdessen von Hobbyhistorikern des Vereins „Vorbei e. V.“ auf erhaltenswerte Artefakte aus der Zeit des Kalten Krieges untersucht. Teile der originalen Lüftungsanlage und einige Hinweistafeln wurden als Ausstellungsstücke in dem ehemaligen Zivilschutzbunker in der Wallensteinstraße in Ricklingen geborgen.

Von Marius Klingemann und Mario Moers

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