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Aus den Stadtteilen Heino lässt in Kleefeld den Enzian blühen
Hannover Aus den Stadtteilen Heino lässt in Kleefeld den Enzian blühen
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17:33 15.07.2015
Noch grüßt Heino unterm Schützenlogo nur als Foto auf dem Tabletcomputer, den Thomas Preiss (links) und Klaus Barczyk hochhalten. Im September singt er in Kleefeld. Preiss und Barczyk haben den Sänger bereits kennengelernt (kleines Bild). Quelle: Sarah Franke

Bratwurst, Bier und Blaskapellen - normalerweise ist die Unterhaltung auf einem Stadtteilschützenfest in etwa auf dieses Repertoire beschränkt. Dem Kleefelder Jagdsportverein von 1910 allerdings ist das zu beschaulich, er geht lieber in die Vollen: In diesem Jahr steht der unverwüstliche Heino in einem 1000-Mann-Zelt bei den Kleefeldern auf der Bühne.

Seit 1985 feiern die Kleefelder nur alle fünf Jahre ihr Schützenfest - eigens, damit sie dann bei der Feier richtig loslegen können. „In der Zwischenzeit können wir ordentlich Geld sammeln“, erklärt Thomas Preiss, erster Vorsitzender des Vereins. Ein Teil des Mitgliedsbeitrags der rund 70 Schützen im Verein wird zur Finanzierung des Fests verwendet. Die Eintrittskarten für den Konzertabend mit Heino kosten 25 Euro. „Uns geht es nicht um den Gewinn, wir wollen den Stadtteil einbeziehen“, erklärt Preiss. Für die Gage des Schlagerstars von rund 35 000 Euro reichen die Einnahmen aus dem Eintrittsgeld jedoch nicht. „Wir haben über 30 lokale Sponsoren“, erklärt Preiss. Auch er selbst gehört mit seiner gleichnamigen Fußwegreinigung dazu.

Da die Schützen lediglich alle fünf Jahre feiern, haben sie auch viel Zeit, über den jeweils passenden Stargast für ihr Festzelt nachzudenken. Auch die Wildecker Herzbuben, Hannovers Pophelden von Marquess und „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinnerin Beatrice Egli hatte der Verein für dieses Jahr ins Auge gefasst. „Teilweise scheiterte es an Wahnsinnsgagen, teilweise daran, dass die Musiker nicht auf Schützenfesten spielen wollen“, sagt Preiss.

Seit dem Frühjahr 2014 steht nun fest, dass Heino auftreten wird. Bei der Vertragsunterzeichnung trafen Preiss und sein Schützenkollege Klaus Barczyk ihn persönlich. Sehr pünktlich sei der Sänger gewesen, berichten sie. Bodenständig und nett. „Er hat gesagt, wir werden das Zelt schon rocken“, erzählt Preiss und lacht.

Das Konzept der Kleefelder hält auch Hannovers Schützenpräsident Paul-Eric Stolle für eine gute Idee. „Was nützt ein jährliches Schützenfest, wenn keiner mehr hingeht?“, meint er. Die Konkurrenz durch andere Veranstaltungen habe in den vergangenen Jahren zugenommen, Stadtteilschützenfeste seien schlechter besucht als früher. „Beim Kleefelder Schützenfest geht richtig die Post ab“, meint Stolle, der als Ehrengast eingeladen ist.

Auch in den vergangenen Jahren sangen jedes Mal Show- und Schlagergrößen in Kleefeld. So gab Mike Krüger den „Nippel“ zum Besten und trank während seiner zweistündigen Show drei Kannen Kaffee, Guildo Horn hatte alle lieb, und Jürgen Drews sang vom „Bett im Kornfeld“. Einziger Flop war bisher Ted Herold. „Da war der Voract, ein Bauchredner, besser als der Sänger“, erzählt Klaus Barczyk, zweiter Vorsitzender des Kleefelder Schützenvereins.

Doch am 4. September kommt jetzt ja der generationenübergreifend tätige Heino, der sich vor einiger Zeit als Rocker neu erfunden hat. Er wird einerseits die Rocksongs seines aktuellen Albums wie „Schwarz blüht der Enzian“ und eine Version von „Hoch auf dem gelben Wagen“ spielen, in der die E-Gitarre regiert. Später steht er dann aber als klassischer Heino auf der Bühne, mit schwarzer Sonnenbrille, rotem Jacket und vielleicht ja sogar ohne den Totenkopfring, den er zur Lederjacke trägt.

Es gibt noch rund 150 Tickets zum Preis von je 25 Euro bei der Luck GmbH, Scheidestraße 31, in Kleefeld. Nach Heinos Konzert startet eine Aftershowparty mit DJ Michael Gürth. Am 22. Oktober tritt Heino um 20 Uhr im Capitol, Schwarzer Bär 2, auf. Karten kosten 38,45 Euro.

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