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Aus den Stadtteilen Kleingartenkonzept stärkt den Westen
Hannover Aus den Stadtteilen Kleingartenkonzept stärkt den Westen
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00:15 30.04.2016
Der Bedarf an Kleingärten in den westlichen Stadtteilen ist groß, vor allem im dicht besiedelten Stadtbezirk Linden-Limmer. In der zentral gelegenen Kolonie „Lindener Alpen“ auf dem Lindener Berg gibt es deswegen zurzeit auch keine Leerstände. Quelle: Christian Link
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Westliche Stadtteile

Langfristig sieht das neue Kleingartenkonzept sogar das Entstehen von neuem Gartenland in Badenstedt, Mühlenberg und Wettbergen vor. Nur der Stadtbezirk Linden-Limmer, wo der Bedarf am größten ist, geht leer aus.

Wie die Statistik zeigt, ist der Kleingartenstandort Hannover grundsätzlich gut aufgestellt. Die Stadt verfügt über 20 000 Kleingärten, von denen sich etwa jeder vierte in den drei südwestlichen Stadtbezirken befindet. Doch während Ahlem-Badenstedt-Davenstedt bei der Kleingartenversorgung stadtweiter Spitzenreiter ist, liegt Ricklingen gerade einmal im Soll und Linden-Limmer ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Zieht man den hannoverweiten Durchschnitt heran, fehlen in Linden gut 900 Kleingärten. In anderen dicht besiedelten Innenstadtbezirken wie Vahrenwald-List, Südstadt-Bult oder Mitte ist der Bedarf an Gartenflächen allerdings noch höher.

Über die Frage, wie viele Kleingärten eine Stadt benötigt, haben sich die Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag schon in den Neunzigerjahren den Kopf zerbrochen und eine Lösung gefunden: Demnach soll für alle acht bis zwölf Geschosswohnungen ein Kleingarten vorgehalten werden. Hannover hält diesen Richtwert gerade noch ein - den 20 000 Parzellen stehen 241 764 Geschosswohnungen gegenüber.

„Der derzeitige Versorgungsgrad wird bis 2025 weiterhin als ausreichend angesehen“, heißt es in dem 80-seitigen Kleingartenkonzept. Für die Zeit danach müssen laut Kleingartenkonzept allerdings neue Parzellen geschaffen werden.

Ein Dutzend weniger: Zwölf Kleingärten werden an der Bückeburger Allee, nur wenige Meter vom Jugendzentrum entfernt, gestrichen. Die Parzellen sind Teil der Kolonie Auf dem Schorbusch, die dem Kleingartenverein Rabenhorst-Schorbusch angehört. Für den Verein mit seinen 145 Gärten wird der Wegfall keine großen Auswirkungen haben, der Leerstand in der Kolonie liegt aktuell bei 16 Gärten. Ersatzflächen werden daher nicht benötigt. Auf den frei werdenden 6155 Quadratmetern, die sich in städtischem Besitz befinden, soll ein Regenrückhaltebecken entstehen. Die Projektkosten gibt die Verwaltung mit 588 000 Euro an. Bis zum Baustart dauert es allerdings noch ein paar Jahre, die Kleingärtner sollen ihre Kündigung laut Kleingartenkonzept im Februar 2020 erhalten.

174 Parzellen für den Westen: „Aufgrund ihrer sozialen, integrativen, ökologischen und vielen weiteren Funktionen sollen die Kleingärten erhalten und sogar gestärkt werden“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok bei der Vorstellung des Kleingartenkonzepts. Die Landeshauptstadt will daher bis 2030 rund 830 neue Kleingärten schaffen. Der Großteil der geplanten Parzellen befindet sich am Kronsberg und in den südöstlichen Stadtteilen. Der Zuwachs im Westen wird zunächst am Stadtrand in Badenstedt erfolgen. Der Kleingartenverein Nibelungen soll um 56 Parzellen und 25 000 Quadratmeter vergrößert werden. Außerdem soll eine 5700 Quadratmeter große Vorbehaltsfläche an der Leuschnerstraße (Mühlenberg) zu 13 Dauerkleingärten und einem Spielplatz umgewandelt werden.

Nach dem Jahr 2030 hat die Stadt zwei weitere Erweiterungen im Westen auf der Agenda: Die Gartenkolonie Am Horn (Wettbergen) soll um 24 Kleingärten wachsen. Die letzten 81 Parzellen sollen zwischen Albrecht-Schaeffer-Weg und Lenther Chaussee am westlichen Rand von Badenstedt entstehen. Mit rund 36 Hektar wäre die derzeitige Ackerfläche eine der größten Kleingartenkolonien, die in absehbarer Zukunft in Hannover eingerichtet werden.

Von Christian Link

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