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„Diese Pläne sind Murks“

Südstadt „Diese Pläne sind Murks“

Die hannoversche Stadtverwaltung will die provisorische Ampel an der Jordanstraße an der Einmündung zum Fachmarktzentrum durch eine dauerhafte Fußgängerampel ersetzen. Die Politiker im Stadtbezirksrat Südstadt-Bult laufen gegen diese Pläne Sturm.

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Eine Fußgängerampel soll die provisorische ersetzen: Für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger ist die Lage an der Jordanstraße unübersichtlich.

Quelle: Kutter

Hannover. „Was Sie sich ausgedacht haben, ist Murks“, sagte FDP-Mann Thomas Siekermann in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Die Planung der Stadt basiere lediglich auf den 190.000 Euro, die der Bauträger für die Sicherung der Kreuzung zur Verfügung stelle. „Es ist erschreckend, dass die Aspekte der Verkehrssicherheit in den Planungen nicht berücksichtigt werden“, ergänzte Bettina Keil von der SPD.

In der Bezirksratssitzung hatte der städtische Verkehrsplaner Kai-Uwe Hauck vorgeschlagen, an der Abzweigung der Straße An der Weide, wo seit der Eröffnung zahlreicher Geschäfte viele Autos, Radfahrer und Fußgänger hinströmen, nur eine Fußgängerampel aufzustellen. Das koste insgesamt 200.000 Euro. Die Ampel soll nach den Vorstellungen Haucks an der Stelle stehen, an der seit geraumer Zeit auch die provisorische Fußgängerampel montiert ist. Das würde „geringe Kosten“ bedeuten, betonte Hauck. Eine Ampelanlage, die den gesamten Kreuzungsbereich umfasst, würde nach den Berechnungen der Verwaltung 400.000 Euro, ein zunächst angedachter Kreisel eine halbe Million Euro kosten. Die kleine Lösung mit der Fußgängerampel sei außerdem „leistungsfähiger“, meinte Hauck. Infrarotkameras an der Straße An der Weide würden dafür sorgen, dass die Ampel auch bei dort wartenden Auto- und Radfahrern für die Autos auf der Jordanstraße auf Rot schalte und so ein Abbiegen auf die Jordanstraße ermögliche.

„Das ist ein Unding“, betonte SPD-Frau Keil. Es könne nicht nur um die Leistungsfähigkeit einer Ampel gehen, sondern beispielsweise auch um die Menschen, die an der Jordanstraße wohnen. Die Grünen sprachen von einer „völlig sinnfreien Lösung“ der städtischen Verkehrsplaner. SPD-Fraktionschef Roland Schmitz-Justen bezweifelte, dass in die Überlegungen der Verwaltung Aspekte der Schulwegsicherheit mit eingeflossen sind. Und CDU-Fraktionschefin Ute Krüger-Pöppelwiehe sieht eine große Gefahr für die Fußgänger, die die Straße An der Weide an dieser Stelle überqueren wollen.

In die Diskussion im Bezirksrat schalteten sich auch zwei Mitglieder des Stadtrats ein: Ewald Nagel (SPD) meinte, es gebe bei der Planung „etliche Dinge, die mit wenig Fantasie“ behandelt worden seien. Sein Eindruck sei, die Planung sehe lediglich eine Lösung für die Autofahrer vor. „Fußgänger und Radfahrer werden als Störverkehr wahrgenommen“, betonte er. Das sei nicht im Sinne der fahrradfreundlichen Kommune Hannover. „Im Stadtrat werden wir darauf achten, ob sie Fantasie walten lassen“, betonte der SPD-Mann. Wenn die kleine Lösung der Stadtverwaltung letztendlich beschlossen werde, müsse der ganze Bereich in die Radwegmängelliste aufgenommen werden, meinte der Bauexperte der Grünen-Stadtratsfraktion, Michael Dette. „Und das möchte ich nicht“, sagte er.

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