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Aus den Stadtteilen Landesarbeitsamt wird abgerissen
Hannover Aus den Stadtteilen Landesarbeitsamt wird abgerissen
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00:15 10.08.2015
Von Bernd Haase
Damit die Anwohner so wenig wie möglich von den Arbeiten belästigt werden, bindet das Abrissunternehmen den Staub mit einer Wassernebelkanone. Quelle: Thomas
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Hannover

Am Altenbekener Damm zernagen Abrissbagger derzeit das frühere Gebäude der Regionaldirektion Niedersachsen der Arbeitsagentur. Die Arbeiten finden unter massiven Vorkehrungen gegen Staub statt. „Wir tun, was wir können. Ganz vermeiden lässt sich Staubbelastung aber bei einem solchen Abriss und bei derartigem Wetter nicht“, sagt Frank Scharnowski, Marketingleiter beim Bauunternehmen Gundlach. Gundlach wird das Gelände in Maschsee-Nähe bebauen, wenn der vorhandene Betonkomplex verschwunden ist.

In der Südstadt wird unter umfangreichen Staubschutzvorkehrungen das ehemalige Arbeitsamt abgerissen. Gundlach will auf dem Gelände 80 Wohnungen bauen.

Im Einzugsbereich der Baustelle befinden sich Schulen, aber auch Wohngebäude. Deshalb hat das Abrissunternehmen eine Wassernebelkanone installiert. „Es ist die größte, die aufzutreiben war“, sagt Scharnowski. Das Wasser soll den Staub binden. Außerdem sind Schutzplanen aufgehängt worden. Und schließlich hat Gundlach bei der Stadt Hannover beantragt, Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Baustelle vorübergehend zu sperren. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer, die ihre Fahrzeuge dort abstellen, nach Rückkehr eine unliebsame Überraschung erleben. Insgesamt, so schätzt Scharnowski, werden die Abrissarbeiten noch zwei bis drei Wochen andauern.

Der aus drei Siebengeschossern bestehende Gebäudekomplex wurde zwischen 1967 und 1969 nach Plänen des Architekten Heinz Wilke errichtet. Von Wilke gibt es in Hannover einige Spuren – etwa das Bürogebäude der Sparkasse am Raschplatz, das derzeit saniert wird, und das Parkhaus a n der Osterstraße, in dem auch ein Bowling-Center untergebracht ist. Die Regionaldirektion hatte die Immobilie in der Südstadt aufgegeben, weil sie modernen Wärmeschutzanforderungen nicht mehr genügte und eine Sanierung zu teuer war. Mittlerweile sitzen die rund 150 Mitarbeiter in einem Bürogebäude an der Pferdeturmkreuzung.

Gundlach will Ende des Jahres auf dem 5400 Quadratmeter großen Gelände für einen zweistelligen Millionenbetrag mit dem Bau von 80 Wohnungen beginnen. Nach Plänen des Architekturbüros Gruppeomp aus Rastede entsteht dann ein bis zu fünfgeschossiger Block mit Innenhof. Die Wohnungen sollen familienfreundlich und seniorengerecht sein. Das Preissegment darf man sich angesichts der Lage als gehoben vorstellen. Allerdings ist mit der Stadt abgestimmt, dass acht Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung im Komplex enthalten sein werden. Einige der Wohnungen will Gundlach nicht vermieten, sondern verkaufen.

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