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Aus den Stadtteilen Licht-Installation soll Ihme-Zentrum verschönern
Hannover Aus den Stadtteilen Licht-Installation soll Ihme-Zentrum verschönern
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02:15 05.09.2015
Von Jutta Rinas
Quelle: dpa
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Hannover

Sie haben eine Vision vom Ihmezentrum, jenem Ort in Linden, der von manchem Hannoveraner mit „Beton-Oase“ noch eher freundlich umschrieben wird. Und deshalb wollen vier Kreative aus Hannover den umstrittenen Komplex, dessen Zukunft nach dem Verkauf großer Teile an einen Berliner Investor im Februar 2015 nach wie vor ungewiss ist, mit einem „Open Light Festival“ im Ihme-Park am Peter-Fechter-Ufer am 18. und 19. September jeweils von 19 bis 23 Uhr im wahren Sinn des Wortes in ein neues Licht setzen.

„Ihme Vision“ nennen der Lichtbildhauer Franz Betz, die Kulturveranstalterin Iyabo Kaczmarek, der Kommunikationswirt Jörg Strohmann und die Gestalterin Esther-Marie Kröger ihre Gruppe. Und sie wollen mit ihrer Kunst auch einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten. Ihr Projekt soll ein Beitrag zu Hannovers Stadtentwicklungskonzept „Mein Hannover 2030“ sein. Als Pilotveranstaltung zum Thema „Stadt, Mensch, Visionen“ soll es zu Diskussionen über „zukunftsorientiertes Leben im urbanen Raum“ anregen. „Wenn Kunst und Kultur sich ein schwieriges Terrain wie das Ihme-Zentrum erschließen“, sagt Mitveranstalterin Kacmarek, „dann besteht die Chance, dass dort insgesamt wieder ein spannender Ort entsteht.“

Geplant ist nach Angaben von Lichtbildhauer Betz, das Ihme-Zentrum als Leinwand und Kulisse für aufwendige Lichtprojektionen zu nutzen. Mit lichtstarken Beamern werden diese auf den mächtigen Gebäudekomplex geworfen und illuminieren ihn auf ungewöhnliche Weise. Ein Testlauf vor ein paar Tagen stieß bei Anwohnern schon auf großes Interesse.

Wer einen Eindruck davon bekommen will, wie man solche Lichtkunst macht, sollte sich Betz zufolge überdies am 4. September um 18.30 Uhr in seinem Kleefelder Lichtkunstlabor TrafoLab, Nackenberger Straße 2, einfinden. Dort gibt es kostenlos einen Vorgeschmack auf das, was später hinsichtlich der Beleuchtung am Ihme-Zentrum passiert. Ein zweiter Schwerpunkt bei der „Ihme Vision“ ist ein kleines Filmfestival, kuratiert von den drei Filmfestivalmachern der Stadt, Burkhard Inhülsen („Up-and-coming“), Motte Jansen („und bitte“) sowie Uwe Plasger („Hannover Filmklappe“). Sie kommen erstmals für ein solches Projekt zusammen.

Neben den professionellen Beiträgen von Filmemachern sollen allerdings auch junge Filmschaffende bei dem kleinen Festival mitmachen können: „Deine Vision in 60 Sekunden“ heißt die Ausschreibung für sie. Beiträge für den Wettbewerb können bis Donnerstag, 10. September, als Videostream- oder Downloadlink per E-Mail an hello@ ihmevision.de gesendet werden.

Für gutes Essen ist bei dem Festival übrigens auch gesorgt - gut und ungewöhnlich. Streetfood nennt es sich. Betz kündigt Burger mit Wildfleisch an, das vor den Augen der Gäste gebraten wird. Aber auch für Vegetarier und Veganer soll es etwas Leckeres geben.

"Das Ende eines Traums": Multimedia-Dossier zum Ihme-Zentrum

Für die einen Bausünde und Schandfleck, für die anderen städtisches Wahrzeichen und ein Stück Heimat: Kein Areal in Hannover ist so umstritten wie das Ihme-Zentrum. Jetzt ist ein großer Teil der teils maroden Immobilie an einen Investor aus Berlin versteigert worden. Ist das die erhoffte Chance für einen Neuanfang? Höchste Zeit, dieses einzigartige Projekt „Stadt in der Stadt“ einmal genauer zu betrachten. Begleiten Sie uns auf einer multimedialen Reise durch das Ihme-Zentrum.

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