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Das große Limmern

Linden Das große Limmern

Mehr Besucher, mehr Livemusik, mehr vegane Bratwürste: Limmerstraßenfest und Schützenfest lockten am Wochenende Tausende Besucher nach Linden – und im Bierzelt stieg eine kultverdächtige Party.

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So lieben die Lindener ihren Stadtteil: Besucher des Limmerstraßenfests genießen die Stimmung auf Liegestühlen und an Biertischen.

Linden. Bei so vielen Bühnen geriet der große Festumzug der Schützen fast zur Nebensache. Das Limmerstraßenfest sorgte am Sonnabend für beste Unterhaltung bei den Besuchern und für eine verstopfte Einkaufsmeile. Auffällig waren in diesem Jahr die zahlreichen Stände der anliegenden Einzelhändler, die sich mit der netten Präsentation ihrer Waren einige Mühe machten - ein Trend, der auch den Veranstaltern positiv aufgefallen ist.

Noch im vergangenen Jahr hatten sich die Teilnehmer des ausrichtenden Vereins „Aktion Limmerstraße“ über das mangelhafte Engagement einiger Mitbewerber beschwert. Das Fest drohte daraufhin sogar, wie 2012 geschehen, ins Wasser zu fallen. „Immer mehr Anlieger gestalten jetzt eigene Buden“, zeigte sich Cheforganisator Peter Holik zufrieden mit der gegenläufigen Entwicklung. Wie im vergangenen Jahr geht er davon aus, dass rund 10 000 Besucher das Straßenfest besuchten. Aber nachgezählt hat niemand. Das wäre auch kaum möglich, so eng wurde es am späten Nachmittag an einigen Stellen.

Vier große Bühnen und drei von DJs beschallte Plätze sorgten musikalisch für eine bunte Mischung. Von Country über Popmusik bis zum „Atzen-Rap“ waren alle Stilrichtungen vertreten. „Wenn ihr Kinder dabei habt, dann haltet euch jetzt lieber die Ohren zu“, warnte etwa Rapper Klatsche vor seinem Auftritt. Ein paar Meter weiter gab zeitgleich ein Country-Fan mit Cowboyhut am Karaokestand des „Frosch“ eine Lynyrd-Skynyrd-Nummer zum Besten. Wieder anderswo wummerten Techno-Musik und verzerrte Gitarren. Am späten Nachmittag versammelten sich Hunderte Besucher an der Kreuzung zum Kötnerholzweg zu einer spontanen Gesangseinlage. Im Chor sangen sie den Neunziger-Jahre-Hit der Ärzte „Schrei nach Liebe“. Der Flashmob sollte ein Zeichen setzen gegen rechte Gewalt und Flüchtlings-Feindlichkeit.

Abwechslungsreich präsentierte sich auch das kulinarische Rahmenprogramm. Zwischen zahlreichen vegetarischen und veganen Angeboten wirkte der Bratwurst-Grill vor einer Traditionsfleischerei beinahe wie ein Fremdkörper. Typisch Linden waren aber vor allem die Stände von Einrichtungen und Initiativen aus dem Stadtteil. Dort wurde etwa angeregt über den umstrittenen Umbau der Linie 10 diskutiert.

Lediglich das große 900-Jahre-Jubiläum fand keinen Eingang in das Programm des meist frequentierten Lindener-Stadtteilfests. Auf der Limmerstraße feiern die Lindener stattdessen das, was sie heutzutage an ihrem Stadtteil so schätzen.

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