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Mietwohnungen auf Üstra-Brache geplant

Neubau in Vahrenwald Mietwohnungen auf Üstra-Brache geplant

Seit zehn Jahren ist das ehemalige Üstra-Straßenbahndepot zwischen Dragonerstraße und Niedersachsenring verwaist. Jetzt soll dort mit dem Vahrenwalder Anger ein neues Wohngebiet entstehen.

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Wohnungen auch für Haushalte mit geringem Einkommen? Die Grünen-Fraktion hat mit ihrem Antrag erreicht, dass die Verwaltung sich beim Investor verstärkt dafür einsetzen wird.

Quelle: Marta Krajinović

Hannover. „Anfang des Jahres hat das Üstra-Versorgungswerk die Fläche erworben, jetzt beginnen wir, konkrete Pläne für die Bebauung zu erstellen“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Voraussichtlich sollen auf dem Areal 130 bis 150 Mietwohnungen für Üstra-Mitarbeiter in drei- bis fünfgeschossigen Mehrfamilienhäusern mit Flachdach entstehen. „Sozial verträgliche Mieten werden dabei angestrebt. Sollte die Nachfrage der Mitarbeiter geringer als das Angebot ausfallen, kommen die Wohnungen auch auf den freien Markt“, erläuterte Iwannek.

Im Bezirksrat Vahrenwald-List wurden die Pläne jetzt Stadtteilpolitikern und Bürgern vorgestellt. Mit der entsprechenden Beschlussdrucksache hat die Stadt den Startschuss für das Bebauungsplanverfahren Vahrenwalder Anger gegeben. Damit schafft die Stadt im Rahmen der städtischen Wohnungsbauinitiative Bau- beziehungsweise Planungsrecht für diesen geplanten Wohnungsbau.

Fläche wurde bis 2005 als Straßenbahndepot genutzt

Die Fläche wurde von der Üstra bis 2005 als Straßenbahndepot genutzt. Seitdem liegt das Gelände brach. Die Fläche ist aufgrund der Lage, der guten Anbindung an das Straßennetz und den öffentlichen Nahverkehr sowie der vielen Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe sehr gut zum Wohnen geeignet. „Die Bebauung trägt entscheidend zur städtebaulichen Aufwertung des Stadtteils Vahrenwald bei“, betonte Stadtplaner Karl Schuchert bei der Vorstellung des Projekts. Lärm von der Vahrenwalder Straße bräuchten künftige Mieter nach Ansicht von Schuchert nicht zu befürchten. „Das viergeschossige Bürogebäude der Wach- und Schließgesellschaft direkt an der Hauptverkehrsstraße schirmt das geplante Wohngebiet gut ab.“ Über ein Schallgutachten soll dennoch geklärt werden, ob weitere Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind.

Für die Stadt ist es ein Segen, dass die Brachfläche endlich für neuen Wohnraum genutzt werden kann. „Hannover wächst, dem müssen wir Rechnung tragen und Wohnungen bauen“, sagte Bruno Gill, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bezirksrat. Im Stadtbezirk gebe es noch einiges Potenzial, das Areal für den Vahrenwalder Anger sei aber wegen der Lage besonders attraktiv. Der ehemalige Stadtbahnbetriebshof hat eine Fläche von rund 16 000 Quadratmetern, im Osten schließt sich ein Gebiet von 1600 Quadratmetern an der Wedel- und der Alvenslebenstraße an, das mit bebaut werden soll. Im Norden wird das Areal durch das Grundstück Isernhagener Straße 103 begrenzt, auf dem Rewe- und Penny-Markt liegen.

Grünzüge sollen die Häuserreihen auflockern

Die Verkehrsanbindung des künftigen Wohngebiets Vahrenwalder Anger soll über Alvensleben- und Wedelstraße laufen. Im Wohngebiet selbst wird es eine Privatstraße geben, Grünzüge sollen die Häuserreihen auflockern, wohnungsnaher Parkraum wird oberirdisch geschaffen. Rund ein Jahr sollen die Planungen in Anspruch nehmen, danach kann mit dem Bau begonnen werden.

Die Grünen-Fraktion im Bezirksrat hat zu dem Vorhaben einen Änderungsantrag eingebracht. Darin wird die Verwaltung beauftragt, mit den Investoren Gespräche mit dem Ziel zu führen, Wohnungen für Haushalte mit geringem Einkommen anzubieten. „Im Wohnkonzept 2025 der Stadt ist vorgesehen, preiswerten Wohnraum zu sichern und zu schaffen“, betonte Grünen-Fraktionschef Eberhard Mecklenburg. Das Plangebiet Vahrenwalder Anger eigne sich bestens dafür, diesen Vorsatz umzusetzen. „Erfreulicherweise entstehen im Stadtbezirk auch an anderen Stellen einige Neubauten, allerdings eher im gehobenen bis hohen Preissegment“, erklärte Mecklenburg. Die Wohnungen in Vahrenwald sollten daher als günstiger Wohnraum geplant werden. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Von Susanna Bauch

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