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Eine Wiese eigens für die Bienen

Misburg Eine Wiese eigens für die Bienen

Die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz hat an der Hubertstraße in Misburg eine Blumenwiese für Bienen anlegen lassen und siedelt acht Völker an. Beraten hat die Genossenschaftler der Verein „Hannover summt“, Hobby-Imker Ralf Bärwaldt kümmert sich um die Bienen.

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Hobby-Imker Ralf Bärwaldt kennt sich mit den nützlichen Insekten aus und zeigt Nachbarn gerne, wie ungefährlich sie sind.

Quelle: Nadine Wolter

Hannover. Auf den ersten Blick sieht die Bienenwiese an der Hubertstraße in Misburg wie ein verwildertes Blumenbeet aus, verschiedene Blüten ragen aus dem hochgewachsenen Gras, durch das ein kleiner Trampelpfad zu acht hölzernen Kästen führt. Seit etwa Mitte Juni wohnen hier acht Bienenvölker mit geschätzt rund 200.000 Bienen. Nach einer zweiwöchigen Eingewöhnungsphase haben die Tiere am 1. Juli ganz offiziell ihre Arbeit aufgenommen und sammeln nun in der Umgebung Nektar, um die stockeigene Honigproduktion voranzutreiben.

Weit fliegen müssen die emsigen Insekten dafür nicht, die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz e.G. hat nicht nur das Grundstück zur Verfügung gestellt, sondern auf der Wiese extra nur Pflanzen angebaut, die von Bienen besonders gern angeflogen werden. Rat haben sich die Genossenschaftler dafür beim Verein „Hannover summt“ eingeholt, einer gemeinnützigen Initiative, die sich für den Artenschutz der Honigbiene in der Stadt einsetzt.

Hobby-Imker Ralf Bärwaldt ist Mitglied bei „Hannover summt“ und wird die acht Bienenvölker an der Hubertstraße betreuen. Angst vor den Bienen müssten die Anwohner keineswegs haben, versichert Bärwaldt, denn im Gegensatz zu ihrer aggressiven Verwandten, der Wespe, seien Bienen harmlos. „Solange man Ruhe bewahrt und sich nicht hektisch bewegt, nehmen einen die Bienen überhaupt nicht wahr“, erzählt der Hobby-Imker. Die Insekten seien ohnehin immer auf dem Sprung - entweder zu einer Blüte, die sie bis auf 15 Kilometer riechen und orten können, oder auf dem Rückweg zum Bienenstock.

Zur öffentlichen Vorstellung der Bienenansiedlung hat Bärwaldt seinen „Smoker“ mitgebracht, einen Zylinder aus Metall, der Rauch ausstößt und somit einen Waldbrand simuliert. Die Bienen werden durch den Rauch derart abgelenkt, dass Bärwaldt problemlos die Kästen öffnen, eine Wabe herausnehmen und den Gästen den Stand der Honigproduktion präsentieren kann.

Auch Christian Petersohn von der Genossenschaft begutachtet die Wabe interessiert. 10.000 Euro hat sich seine Genossenschaft das Anlegen der Bienenwiese kosten lassen. „Wir wollen damit nicht nur den Anwohnern die Bedeutung der Honigbiene näherbringen, sondern ihnen auch eine interessante Abwechslung in der Nachbarschaft bieten“, sagt Petersohn. Was mit dem süßen Ertrag der Misburger Honigbienen passieren wird, habe man noch nicht entschieden. „Vielleicht ein süßer Anreiz für neue Mieter?“, schlägt Hobby-Imker Bärwaldt vor. „Vorstellbar“, findet Petersohn.

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