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Misburg feiert mit Familien und Feuerwehr

Misburg Misburg feiert mit Familien und Feuerwehr

Ein Stadtteil hat am vergangenen Sonnabend eine Premiere erlebt: Zum ersten Mal wurde in Misburg das Familienfest „Zuhause ist…?!“ im und rund um das Bürgerhaus in der Seckbruchstraße 20 veranstaltet.

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Killian gibt bei der Herzmassage an einer Übungspuppe sein Bestes.

Quelle: Benjamin Behrens

Hannover. Mehr als 30 Institutionen aus dem Stadtteil stellten sich vor und boten ein abwechslungsreiches Programm. Gemeinsamer Organisator waren das Kulturbüro und die AG Misburger und Anderter Kulturvereine. Vor allem für Kinder gab es viel zu entdecken.

Mika und Lukas sind im Krankenwagen der Malteser gelandet. Dort zeigt Wiedad Mohamed Lukas, wie der automatische Rollstuhfahrstuhl funktioniert. Die 20-Jährige macht eine Ausbildung zur Rettungsassistentin und beantwortet alle Fragen der zwei jungen Besucher. „Zum Glück sind beide noch nie in einem mitgefahren“, meint Vater Mirko Gehlhaar. „Das war spannend“, freut sich Lukas. Sein Bruder Mika sitzt noch im Führerhaus bei Daniel Rippe und lässt sich die Tasten, Schalter und Anzeigen von dem Sanitäter-Azubi erklären. Und auch der Bordfunk ist nicht sicher vor dem Siebenjährigen.

Neben dem Wagen hat der FC Stern Misburg ein großes Trampolin aufgebaut, fröhlich springen einige Kinder darauf herum. Popcorn, Grillwürste, Kuchen, Kaffee und Bier finden an den zahlreichen Ständen ihre Abnehmer. Im Inneren des Bürgerhauses sind verschieden Musikgruppen und Chöre zu hören. Kitas und Elterninitiativen haben einen Park der Sinne aufgebaut, bei dem Materialien mit Füßen und Händen ertastet werden können.

Überall schlendern Besucher umher oder sitzen gemütlich an den Tischen zusammen. Helene Fiedler ist mit ihren Bekannten unterwegs. „Toll, die haben sich sehr viel Mühe gegeben“, lobt die 87-Jährige. Die Misburgerin freut sich, dass etwas los ist im Stadtteil. „Hier könnte mehr gemacht werden, wo will man denn sonst hingehen?“, fragt sie.

Das DRK Hannover ist mit einem Einsatzwagen vor Ort. Wer möchte, kann bei Svenja Busse-Kern und Thomas Kraatz sein Wissen als Ersthelfer auffrischen und das Einsatzfahrzeug bestaunen. Eine Puppe, an der künstliche Beatmung und Herzmassage geübt werden können, liegt vor den beiden auf einer Trage. Kilian gibt sein Bestes, auch wenn die Trage einfach etwas zu hoch ist für den Achtjährigen. „Man muss aufpassen, die meisten überstrecken den Kopf“, sagt Kraatz. 30-mal drücken in der Minute, dann zweimal beatmen, lautet die Faustformel, die der 30-jährige aufstellt.

Am Stand von Gerald Duffing vom Vorstand der Kirchengemeinde Misburg schlagen über Lautsprecher die Kirchenglocken - und Bastlerherzen höher. Der 53-Jährige hat die sanierungsbedürfte St.-Johannis-Kirche in Lego nachgebaut. „Es ging einfach darum, für die Kirche etwas zu machen“, sagt der Lego-Fan. Sieben Monate hat er allabendlich an dem Gotteshaus gewerkelt. Außerdem hat er eine Ladung der dänischen Spielsteine mitgebracht, und es sind einige kleine Nachwuchsbauer mit eigenen Entwürfen beschäftigt.

Unbestreitbare Hauptattraktion des Festes ist das Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Misburg. Mit dem Korb der Teleskopmastbühne geht es in 32 Meter Höhe. Oben angekommen, genießt Negin die Aussicht. „Das ist schön!“, freut sich die Achtjährige. Feuerwehrmann Christoph Lehmann steuert den Korb gekonnt wieder auf den Boden. „Er wird zur Menschenrettung, Brandbekämpfung und zur technischen Hilfe eingesetzt“, erklärt der 34-Jährige. Und Negins Mutter Atena Elyasi ist froh, dass sie ihre Tochter wieder sicher bei sich hat.

Von Benjamin Behrens

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