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Aus den Stadtteilen Auf dem Bobbycar werden Große wieder klein
Hannover Aus den Stadtteilen Auf dem Bobbycar werden Große wieder klein
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00:19 01.08.2015
Die Erwachsenen hatten sichtlich Spaß beim Bobbycar-Rennen, doch die eigentlichen Stars waren die Nachwuchsfahrer. Quelle: Moers
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Der Weg zur S-Klasse führt über das Bobbycar. Anders ausgedrückt: Wer erfolgreich sein will, der muss zunächst sein inneres Kind ausleben. Diese Philosophie jedenfalls vertritt der in Garbsen lebende Motivationstrainer Matthias Herzog. Auf dem Sommerfest des AWO-Familienzentrums an der Gottfried-Keller-Straße hatten kleine, große und prominente Besucher die Gelegenheit, seiner Empfehlung nachzugehen. Bei einem Bobbycar-Rennen fegten Kita-Kinder, Eishockeyprofis und zwei bekannte Moderatorinnen auf Bobbycars, die Herzog gespendet hatte, über den Kita-Vorplatz.

50 schwarz-rote Cars hatte Herzog der AWO in Hannover spendiert. Fünf davon sind in dem Lister Familienzentrum verblieben, die anderen werden an weitere Einrichtungen verteilt. Ein Reifenhersteller hatte Herzog zuvor die Mini-Renner als Belohnung für dessen erfolgreiche Teilnahme an einem Extremsport-Zehnkampf in Kanada zur Verfügung gestellt.

Eine extrem ulkige Figur machten zwei Eishockeyprofis der Hannover Scorpions bei der Jungfernfahrt auf der improvisierten Rennstrecke „Gottfried-Keller-Ring“ des Familienzentrums. Die beiden Stürmer Robin Marek und Jeff Keller kämpften bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen wie im Eishockey typisch mit harten Bandagen um den Sieg. Im anschließenden Rennen der Promi-Frauen siegte die stets bestens gelaunte Moderatorin von Antenne Niedersachsen, Sabrina Ege, eine halbe Bobbycar-Länge vor NTV-Moderatorin Jule Gölsdorf. „Ich frage mich zwar, wie ich bei einem Promi-Rennen gelandet bin, aber für so eine gute Aktion bin ich gerne dabei“, scherzte Ege.

Doch die eigentlichen Stars waren ohnehin die Nachwuchsfahrer. In der Klasse der unter Dreijährigen konnte sich Maximilian von Schnurbein durchsetzen. Nach dem Erfolg seines Sohnes ließ sich dessen Vater Ludwig auch gleich für das Rennen der Eltern in die Starterliste eintragen. „Wir müssen wieder lernen, Kind zu sein“, glaubt Spender Herzog. Kinder seien nicht bloß enorm widerstandsfähig und leistungsstark, sondern auch die besten Verkäufer, findet der Mentaltrainer, der neben Referaten vor Managern und Spitzensportlern auch Vorträge an Schulen hält.

Für die Scorpions-Spieler Marek und Keller war das originelle Spendenrennen in der List der erste Kontakt mit dem Bobbycar seit ihrer Kindheit. Es bleibt abzuwarten, ob der gezielte Rückfall ins Verhalten ihres Kita-Alters ihnen auch auf dem Eis zum Erfolg verhilft. Matthias Herzog würde diese These glatt unterschreiben.

Moers

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