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Aus den Stadtteilen Königlich sitzen, jetzt in ganz Herrenhausen
Hannover Aus den Stadtteilen Königlich sitzen, jetzt in ganz Herrenhausen
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00:15 15.09.2015
Pause auf der „Herrenhausen-Bank“ in der Astrid-Lindgren-Straße. Quelle: Mario Moers
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Herrenhausen

Herrenhausen. In den Herrenhäuser Gärten lässt es sich nicht nur wunderbar flanieren, auch die Bänke sind dort bequemer als in der übrigen Stadt. Dem Einsatz zahlreicher Herrenhäuser Geschäftsleute ist es zu verdanken, dass die beliebten Traditionsbänke mit den gusseisernen Beinen jetzt auch außerhalb des Großen Gartens zu finden sind. An neun sorgsam ausgewählten Standorten ließ der Interessenkreis der Herrenhäuser Geschäftsleute (IHG) die „Herrenhausen-Bank“ aufstellen. Passende Blumenkübel sind bereits in Planung. Die konzertierte Aktion soll eine Brücke schlagen zwischen den Gärten und dem Stadtteil.

Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß ist begeistert von dem Engagement der Herrenhäuser. „Die neuen Bänke inszenieren die Schönheit des Stadtteils“, lobte er auf dem kurzen Rundgang zur Einweihung. Am Freitagnachmittag hatten alle Stifter und der IHG an die neuen Bänke geladen. Fast alle hatten einen Imbiss und kleine Aktionen vorbereitet. An der Ecke Astrid-Lindgren- und Herrenhäuser Straße etwa konnten die Besucher bei einem Herrenhausen-Quiz beweisen, wie gut sie ihren Stadtteil kennen. Am West-Ende der Alten Herrenhäuser Straße verteilte ein Eismann Kugeln, auf der Bank vor dem Evangelischen Kirchenamt gab es Äpfel. Auch der Direktor der Herrenhäuser Gärten, Ronald Clark, ließ es sich nicht nehmen, die neuen Sitzmöbel zu begutachten. „Intern nennen wir sie ,Sofa-Bank’, weil sie so bequem ist,“ erzählt er.

„Wir wollen ein Stück Herrenhausen nach Herrenhausen holen“, erklärt IHG-Mitglied Johanna Sievers den Hintergrund des Bank-Projekts. Die Idee dazu kam der Landschaftsarchitektin, als sie vor einigen Jahren selbst eine ähnliche Bank vor ihrem Haus in der Alten Herrenhäuser Straße aufstellte. Die Reaktion darauf war so positiv, dass sich die Nachbarn dort bald Kaffee servierten und regelmäßig trafen. „Die Bank hat unser Haus zusammengebracht“, erinnert sich Sievers. Vor genau einem Jahr wandte sie sich mit ihrer Idee an den IHG. Es folgten zahlreiche Besprechungen und Begehungen mit der Stadtverwaltung. Die ließ sich schließlich von dem stimmigen Konzept überzeugen. „Wir begrüßen alle Initiativen, die den öffentlichen Raum attraktiver machen“, so Stadtgestalter Göbel-Groß. Geholfen haben dürfte auch die Spendenbereitschaft der Stifter. 3000 Euro kostet eine Bank. Jeweils die Hälfte übernehmen die Geschäftsleute, sie wollen sich außerdem um den langfristigen Erhalt der Standorte kümmern. Den neun Bänken sollen in Zukunft noch hochwertige Blumenkübel folgen, die ebenfalls mit denen im Großen Garten identisch sind. „Es gibt noch freie Standorte, zusätzliche Stifter sind herzlich eingeladen“, kündigte Sievers eine Ausweitung der Aktion an.

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