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Neue Zufahrt für Kronsberg bleibt umstritten

Bemerode Neue Zufahrt für Kronsberg bleibt umstritten

Der Verkehr am Kronsberg kann nach Ansicht des Bezirksrats an einigen Stellen noch besser fließen. Soweit sind sich die Lokalpolitiker einig. Bei der Stadt haben sie deswegen zwei Wünsche eingereicht, um die Autofahrer im Expo-Viertel zu entlasten.

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Autofahrer, die von der Oheriedentrift nach rechts in die Wülferoder Straße fahren wollen, müssen an der Ampel besonders lange warten.

Quelle: Christian Link

Bemerode. Ein weiterer Verbesserungsvorschlag aus dem Frühjahr ist bereits verwirklicht worden: Die Parkplatzausfahrt des Einkaufszentrums gegenüber dem Ramada-Hotel hat kürzlich eine Rechtsabbiegerspur erhalten. Jetzt soll die Stadt auch noch die Ampelschaltung an der benachbarten Kreuzung optimieren. Ebenso wird eine Öffnung der Von-Escherte-Straße aus Richtung Alt-Bemerode erwogen - zumindest bis zur Grundschule an der Feldbuschwende.

Zwei entsprechende Anträge der SPD hat der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode ohne Gegenstimmen verabschiedet. Die Mandatsträger bemängeln vor allem, dass Rechtsabbieger von der Oheriedentrift in die Wülferoder Straße viel zu lange an der Ampel warten müssen. „Die Grünphase ist maximal suboptimal“, kritisierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz-Joachim Konietzny. Die Stadt solle diese Wartezeit verkürzen, ohne dass andere Abbiegespuren zu sehr darunter leiden müssten.

Bevor die städtischen Verkehrsplaner eine neue Ampelschaltung einrichten, sollen sie das Konzept dem Bezirksrat zur Kontrolle vorlegen. Das Misstrauen der Lokalpolitiker ist nicht unbegründet: Die Schaltzeiten an der Kreuzung wurden vor wenigen Jahren schon einmal geändert, damit die Busse und Stadtbahnen der Üstra dort besser durchkommen. „Diese Maßnahme hat aber nicht zu einer Verbesserung, sondern zu einer Verschlechterung geführt“, sagte Bezirksbürgermeister Bernd Rödel.

Die Kreuzung Oheriedentrift und Wülferoder Straße ist der wichtigste Verkehrsknoten am Kronsberg. In Stoßzeiten kommt es immer wieder zu längeren Staus, vor allem in Fahrtrichtung Innenstadt gibt es dann lange Wartezeiten. Die bislang einspurige Parkplatzausfahrt für den Rewe-Markt am Kronsberg hatte das Problem noch verschärft, weil dort anfallender Rückstau den Durchgangsverkehr ebenfalls behinderte. Auf Antrag des Bezirksrats wurde die Ausfahrt nun erweitert.

Eine deutliche Entlastung des Nadelöhrs könnte ein Ausbau der Von-Escherte-Straße hinter der Grundschule an der Feldbuschwende bringen. Dadurch wäre der nördliche Kronsberg dann besser an die Brabeckstraße angeschlossen. Diese Baumaßnahme ist im Bezirksrat jedoch umstritten. Während die CDU den Ausbau schon seit Längerem fordert, schrecken SPD und Grüne sowie die Stadtverwaltung aus Rücksicht auf die direkten Anwohner noch davor zurück.

Immerhin konnte sich das Gremium jetzt auf die absolute Minimallösung einigen: Die Stadt soll prüfen, ob die Von-Escherte-Straße bis zur Grundschule geöffnet werden kann. Durch diese Öffnung müssten zumindest die Eltern aus Alt-Bemerode, die ihre Kinder mit dem Auto zur Grundschule an der Feldbuschwende bringen, nicht mehr über die Wülferoder Straße und die Oheriedentrift fahren. Weil das Wenden hinter der Grundschule schwierig ist, soll die Stadt dort außerdem die Einrichtung eines Wendehammers prüfen.

Jenseits von Rot-Grün stößt der SPD-Vorschlag aber auf wenig Gegenliebe. „Da es nur ein Prüfantrag ist, stimmen wir zu“, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Stittgen. Die Christdemokraten würden lieber sofort Nägel mit Köpfen machen und die Straße komplett öffnen. Bezirksratsherr Jörg Albrecht (parteilos) war vom Vorschlag der SPD ebenfalls nicht überzeugt und enthielt sich bei der Abstimmung. Auch der Hinweis von Stadtplaner Matthias Fabich, dass diese Maßnahme trotz Straßenausbaubeitragssatzung die Anwohner nichts koste, konnte die Skeptiker nicht überzeugen. „Es fallen keine umlagefähigen Kosten an, einziger Anlieger ist die Landeshauptstadt Hannover selbst“, versicherte Fabich.

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