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Aus den Stadtteilen Viergeschossiger Neubau für die Nordstadt
Hannover Aus den Stadtteilen Viergeschossiger Neubau für die Nordstadt
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00:15 06.09.2015
Von Bärbel Hilbig
Der geplante Neubau (Bildmitte) entsteht zwischen Jugendstil-Parkhaus (re.) und Zinsser-Bau (li.).  Quelle: Entwurf: HTM.A Hartmann
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Nordstadt

In im direkten Wortsinn herausragender Lage entsteht in der Nordstadt ein neues Wohnhaus mit Büros und Gastronomie. Da, wo Herrenhäuser Kirchweg und Appelstraße in spitzem Winkel aufeinander treffen und in die Herrenhäuser Straße münden, plant die Firma HTM.A Hartmann Architektur aus Hannover einen viergeschossigen modernen Neubau. Mit der Spitze weist das Gebäude Richtung Herrenhäuser Gärten, im dritten Obergeschoss ist am „Bug“ eine Terrasse vorgesehen.

Auf dem fünfeckigen Grundstück stand jahrzehntelang eine Tankstelle, die im Herbst 2014 abgerissen wurde - und der viele Nachbarn nachtrauern, weil sie als beliebter Kiosk-Ersatz diente. Die Firma Shell ließ das Gelände von einer Spezialfirma dekontaminieren. Im März 2015 übernahm Architekt und Investor Andreas Hartmann das nur rund 790 Quadratmeter große Grundstück, das einige Besonderheiten aufweist. Die spezielle fünfeckige Form erschwert die Bebauung, das neue Gebäude soll nach Vorstellung des Architekten deshalb spitz zulaufen wie ein Tortenstück.

Auch die Nachbarschaft ist eine besondere: Auf den beiden Eckgrundstücken links und rechts stehen Baudenkmale. Das historischen Jugendstil-Parkhaus an der Nienburger Straße/Appelstraße beherbergt die Institute für Geobotanik sowie Mess- und Regelungstechnik der Leibniz-Uni. Das Gebäude auf der anderen Seite entwarf Ernst Zinsser, der das ehemalige Conti-Hochhaus sowie zahlreiche weitere Gebäude in Hannover schuf, Mitte der Sechzigerjahre als Kirchenkanzlei für die Evangelische Kirche Deutschland. Heute findet sich dort der Fachbereich Landschaftsarchitektur der Uni.

„Wegen dieser Lage haben Stadtplanung und Denkmalpflege ein besonderes Augenmerk auf unsere Planungen“, sagt Andreas Hartmann, der rund 2 Millionen Euro in den Bau investiert. Ein Bebauungsplan existiert an dieser Stelle nicht, Hartmann hat seine Planungen deshalb eng mit der Stadtverwaltung abgestimmt. Der Bauantrag steht noch vor der Genehmigung, die Ausschreibung für die Baufirmen läuft. Hartmann hofft, dass die Arbeiten im Oktober starten können. Die Fertigstellung ist aktuell für September 2016 anvisiert.

Nach bisherigem Stand soll im Erdgeschoss auf gut 120 Quadratmetern ein Bistro-Café einziehen, das voraussichtlich auch Außengastronomie bietet. „Ich will dort keine internationale Kette, sondern einen hannoverschen Bäcker haben“, betont der Bauherr. Gespräche mit Interessenten liefen. Ebenfalls ebenerdig sind zwei behindertengerechte Wohnungen geplant. Im ersten Stock sollen Büros entstehen, im zweiten Obergeschoss zwei bis drei Wohnungen und in der obersten Etage zwei Apartments mit Terrasse. Hartmann will das Gebäude später nicht aufteilen und verkaufen, sondern auch die Wohnungen vermieten. „Wir wollen einen Standard im eher oberen Bereich bieten, zum Beispiel mit kontrollierter Wohnraumlüftung.“

Trotz Unterkellerung soll es keine Tiefgarage geben - durch eine Zufahrt ginge zu viel Platz verloren. Auf dem Grundstück selbst sind vier Stellplätze geplant, zwei davon als Behindertenparkplätze. Zwölf weitere Parkplätze sind gefordert, für die wohl eine Ablösesumme fällig wird.

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