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Radweg endet zu früh - und das soll so bleiben

Ost Radweg endet zu früh - und das soll so bleiben

Der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide kritisiert das Radkonzept der Stadt: Ein Großteil der Probleme wird nicht angegangen, finden die Kommunalpolitiker. Es sei an vielen Stellen bisher nur geplant, die Situation zu überprüfen.

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An der Sutelstraße aus Richtung Bothfeld endet der Radweg 100 Meter vor der Noltemeyerbrücke. Dort müssen Radfahrer auf den Fußweg oder die Fahrbahn ausweichen.

Quelle: Katrin Kutter

Bothfeld-Vahrenheide. Es hört sich vollmundig an, was der städtische Radverkehrsbeauftragte Heiko Efkes bei seiner Tour durch die Bezirksräte in den vergangenen Wochen vorgestellt hat. Von einem Radverkehrskonzept ist die Rede. Im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide sind 37 Arbeiten an Radwegen vorgesehen, davon sollen 32 in den kommenden fünf Jahren erledigt sein, der Rest innerhalb von zehn Jahren. Allerdings ist an vielen dieser Stellen bisher nur geplant, die Situation zu überprüfen. Stadtweit sind in diesen zehn Jahren insgesamt 2,4 Millionen Euro für Verbesserungen an den Radwegen eingeplant, davon 283.000 Euro in Bothfeld-Vahrenheide.

Im Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide lassen die meisten Redner kaum ein gutes Haar an dem Vorhaben. „Sind das nicht alles Arbeiten, die sowieso im laufenden Geschäft der Verwaltung erledigt werden müssen?“, fragt Grünen-Fraktionschefin Imke Knoll spitz. „Das Ganze als großartiges Konzept zu verkaufen, ist nicht angemessen.“ Besonders ärgert sie, dass eine Verlängerung des Radwegs an der Sutelstraße erst innerhalb der nächsten zehn Jahre geprüft werden soll. „Der Zeitraum verwundert mich doch sehr. Das haben wir längst beschlossen.“ Das Problem: Der viel genutzte Radweg aus Richtung Bothfeld endet bereits rund 100 Meter vor der Noltemeyerbrücke. Radfahrer dürfen dann den Fußweg nutzen, auf dem aber auch viele Fußgänger unterwegs sind. Für eine Verlängerung des Radwegs müsste die Stadt Flächen hinzukaufen. „Wir fordern das seit Jahren“, betont auch SPD-Fraktionschef Florian Spiegelhauer. Seine Fraktion begrüße das Radwegekonzept aber ausdrücklich. Die darin aufgeführten kleinen Vorhaben könnten allerdings nur ein Auftakt dafür sein, das Wegenetz zu verbessern.

„Wir sehen das lediglich als Einstieg. In unserem Bezirk gibt es noch sehr viel zu tun, damit sich die Verkehrssicherheit für Radfahrer verbessert“, sagt Spiegelhauer. Eine Sanierung der Radwege in den Straßen Kugelfangtrift und Sahlkamp sei dringend erforderlich - im Konzept taucht das jedoch nicht auf. „Radfahrer nutzen diese Strecken stark als Ost-West-Verbindung im Berufsverkehr“, betont Spiegelhauer.

Seine Fraktion fordert außerdem, dass Radwegquerungen über die Podbielskistraße rot markiert werden, so an der Noltemeyerbrücke und an den Straßen Im Heidkampe und Paracelsusweg. „Wir verstehen nicht, dass die Verwaltung das bisher mit vorgeschobenen Argumenten abgelehnt hat“, kritisiert der SPD-Fraktionschef. Heiko Efkes sieht rot gefärbte Radwege allerdings skeptisch. „Rot signalisiert allgemein Vorfahrt. Das ist ein Problem.“ Im Publikum erntet er wenig Verständnis.

Dirk Hillbrecht (Piraten) passt die Planung der Verwaltung ebenfalls nicht. „Wir reden über Selbstverständlichkeiten, die nun mit einer Laufzeit von zehn Jahren erledigt werden sollen. In ein Konzept würde gehören, wie man mit dem Radverkehr generell umgeht.“ Hillbrecht schlägt vor, die für Radler ausgewiesenen Haupt- und Nebenrouten zu überprüfen und empfiehlt die ruhigere Hebbelstraße als Hauptstrecke. Als betroffener Bürger meldet sich der ehemalige Bezirksratsherr Hans-Jürgen Meyer zu Wort: „Ich bin sehr enttäuscht. Die Radwege hier sind in schlechtem Zustand. Da fahre ich lieber auf dem Fußweg, wo ich vorankomme.“

Eine Übersicht mit allen geplanten Veränderungen ist im Internet unter www.hannover.de/netzkonzept-radverkehr einzusehen. Eigene Vorschläge können per E-Mail an radverkehrsbeauftragter@hannover-stadt.de geschickt werden.

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