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Aus den Stadtteilen Region will Windräder öfter abschalten
Hannover Aus den Stadtteilen Region will Windräder öfter abschalten
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00:15 23.09.2015
Von Bernd Haase
Die rotierenden Windradblätter sind eine Gefahr für Fledermäuse und andere Vogelarten. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Die für das Genehmigungsverfahren zuständige Regionsverwaltung fordert von den Stadtwerken verschärfte Vorkehrungen zum Schutz von Fledermäusen, wenn das Unternehmen am nördlichen Kronsberg zwei jeweils 200 Meter hohe Windräder bauen will. „Wir liegen derzeit nicht auf einer Linie“, erklärt Umweltdezernent Axel Priebs.

Im Gebiet zwischen Waldgebiet Gaim, Kronsberg und der Wohnbebauung von Anderten und Bemerode leben mehrere geschützte Fledermausarten, darunter der Große Abendsegler, die Hufeisennase und die Bartfledermaus. Damit sie nicht während der Jagd nach Insekten in die sich drehenden Flügel geraten, wollen die Stadtwerke die Windräder zu bestimmten Zeiten abschalten. Dies gilt von Anfang April bis Ende September immer dann, wenn es gleichzeitig warm, trocken und windstill ist. Diese Beschränkungen reichen der Region nicht; sie fordert schärfere Regeln für Abschaltzeiten.

Bei den Stadtwerken sieht man das anders. „Wir haben uns an der schärfsten Praxis orientiert, die in Deutschland bisher üblich war und die auch fachlich anerkannt ist“, sagt Unternehmenssprecher Carlo Kallen. Bleiben beide Seiten hart, könnte ein Gutachterstreit ins Haus stehen. Fraglich ist ferner, ob sich das Projekt mit Investitionskosten von zehn Millionen Euro überhaupt noch rentiert, wenn schärfere Regeln eingehalten werden müssten. Bisher kalkulieren die Stadtwerke mit elf Prozent verminderter Stromausbeute durch Abschaltungen und Drosselungen, was sich ihren Angaben zufolge trotzdem rechnet.

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