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Aus den Stadtteilen Keine WC-Trennung für Grund- und Hauptschüler
Hannover Aus den Stadtteilen Keine WC-Trennung für Grund- und Hauptschüler
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02:15 04.10.2015
Von Susanna Bauch
Grundschüler der Lister Gesamtschule stellen sich vor dem Unterricht zu einem Gruppenbild auf.  Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Einiges sei passiert seit den Ferien, erklärte Schulplanerin Eva Bender. Es stehe nun definitiv fest, dass die Hauptschüler zum kommenden Schuljahr das Gebäude verlassen werden, „die Schüler kommen an der IGS Südstadt oder Bothfeld unter“, so Bender. Bis dahin allerdings müssen sich große und kleine Kinder noch die Schultoiletten teilen - eine Angelegenheit, die im Alltag nicht reibungslos über die Bühne geht. Die geforderten mobilen Toiletten für Grundschüler auf dem Pausenhof wird es allerdings nicht geben. „Bis die Container bestellt und geliefert wären, ist das Schuljahr fast vorbei, das lohnt nicht mehr“, betonte Hans-Jürgen Licht vom städtischen Schulmanagement.

Mit dem Auszug der Hauptschüler aber würden genügend Räume für die wachsende Grundschule zur Verfügung stehen, so Licht weiter. Drei Fachräume und der derzeitige Ruheraum könnten genutzt werden, gestrichen sind die Räume bereits, Kleiderhaken und Schuhregale sollen aber erst in den Herbstferien angebracht werden. „Die Brandprüfung hat im Sommer mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet“, begründete Licht die Verschiebung.

Dafür ist der Spielgerätecontainer für den Pausenhof bereits in Betrieb, die kindgerechte Innenausstattung wurde zudem beantragt, bis Ende des Jahres sollen die Möbel geliefert sein. Auch zum Thema Mensa nahm die Verwaltung Stellung. Derzeit müssen die Schüler in drei Schichten essen, da die Mensa nur über 66 Plätze verfügt. „Wir planen, einen Nebenraum von 32 Quadratmetern mit einzubeziehen und den Mensabereich dahingehend zu erweitern“, sagte Schulplanerin Eva Bender.

Schulleiter Konstantin Freche bewertet die Zukunft für die Hauptschüler positiv, „zudem steht dann der Ausstattung der bisherigen Fachräume nichts mehr im Weg“. Der Ausbau der Mensa sei aber mittelfristig genauso dringend wie ein neues Akustikkonzept für Gänge und Essbereiche, wo es derzeit sehr laut ist. „Wir hätten seitens der Schule gerne ein Gesamtkonzept“, betonte Freche. Mittel seien allerdings dafür noch nicht bereit- gestellt, „ein größerer Umbau der Schule ist aber nach wie vor nötig“.

Elternvertreter bezweifeln, dass der Ausbau der Mensa dem künftigen Bedarf genügen wird. Sie fordern zudem einen Bewegungsraum, damit die Schüler in Regenpausen auch im Inneren des Gebäudes bessere Möglichkeiten haben, sich auszutoben. Und dass der Toilettencontainer nun gar nicht kommt, kritisieren viele Eltern ebenfalls. „Ein großes Programm wird hier nicht stattfinden“, erklärte Bender. Die Akustik werde genauso verbessert wie der Zustand ehemaliger Fachräume, ein komplette Umgestaltung oder Sanierung sei nicht vorgesehen.

Auch das Mittagessen sowie die Abholzeiten sind Gründe für elterliche Kritik. Es gebe zu wenig frisches Obst, die starren Abholzeiten erschwerten die individuelle Nachmittagsgestaltung der Familien auch in puncto Musik oder Sport. Licht erklärte im Bezirksrat, dass ein neuer Caterer gefunden wurde und versucht werde, viele gesunde Komponenten zu wählen. „Bioküche, vegetarische Menüs oder frisch gekochte Mahlzeiten verursachen Mehrkosten, die die meisten Eltern nicht bereit sind zu zahlen“, sagte Licht. Es werde im Schulausschuss ohnehin bereits eine Erhöhung des Durchschnittspreises für Schulessen auf 3 Euro beantragt. Dass die Mensen oft nicht ausreichten für alle hungrigen Schüler, sei an der Rosa-Parks-Schule kein Einzelfall. „Es gibt 62 Mensen, davon 17 Provisorien im Ganztagsbereich“, betonte Bender. Über frühere Abholzeiten indes wolle man reden.

Der Bezirksrat wollte aber auch die Hauptschüler in ihrem letzten Jahr an der Isernhagener Straße nicht zu kurz kommen lassen. „Die Jungen und Mädchen haben den Grundschülern zur Eröffnung einen sehr liebevollen Empfang bereitet. Es wäre schön, wenn jetzt auch die Grundschulkinder und deren Eltern einen entsprechenden Abschied für den kommenden Sommer vorbereiten würden“ betonte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Monica Plate.

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