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Aus den Stadtteilen 200 Gäste und ein Ehrenamts-Preis
Hannover Aus den Stadtteilen 200 Gäste und ein Ehrenamts-Preis
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02:15 08.08.2015
Die Mitarbeiterinnen vom Seniorenbüro nehmen den Ehrenamtspreis von Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg (rechts) entgegen. Quelle: Nadine Wolter
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Hannover

Erst einmal Musik: Die Eröffnung des Sommerempfangs des Stadtbezirkrats Bothfeld-Vahrenheide überlässt Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg der 6d von der IGS Vahrenheide. Die mehr als 200 Gäste aus Politik, Vereinen, den Schulen und der Seniorenarbeit applaudieren kräftig, nachdem die Schüler ihre Akustikversion von „Let It Be“ beendet haben. Der Bürgermeister lobt die Klasse, die erst seit anderthalb Jahren zusammen Musik macht, und begrüßt dann die Gäste. Es seien mehr Menschen erschienen als die 180, die sich angemeldet hatten, freut sich Grunenberg. Man sei allerdings auf alles vorbereitet gewesen. Stühle und Verpflegung dürften also ausreichen.

Der Bürgermeister bilanziert das vergangene Jahr. Der Bezirksrat habe besonders im Bereich des Ausbaus und der Modernisierung der Schulen im Quartier viel erreicht, weitere Erweiterungsmaßnahmen seien an der IGS Vahrenheide, der IGS Bothfeld und am Gymnasium Herschelschule geplant. Des Weiteren habe man sich besonders für die Verkehrssicherheit für Kinder und mehr Wohn- und Bauraum erfolgreich eingesetzt.

Als Grunenberg über die Nachnutzung der ehemaligen Freiherr-von- Fritsch-Kaserne spricht, schwingt Kritik mit. Nach der Insolvenz der Berliner Investorengruppe IGP steht die Niedersächsische Landgesellschaft weiter in Verhandlung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). „Ich habe das Gefühl, dass wir immer noch zwei Jahre warten müssen“, sagt Grunenberg. Der Bezirksrat werde sich weiterhin für eine gemischte Bebauung von 250 bis 300 Wohneinheiten auf dem ehemaligen Kasernengelände einsetzen.

Bevor Grunenberg zur Verleihung des Ehrenamtspreises kommt, gibt er noch einen kurzen Ausblick auf die nächsten zwölf Monate und nennt Themenfelder, die für den Bezirksrat künftig wichtig werden. Zum einen würden in den nächsten Monaten weitere Flüchtlingsunterkünfte im Stadtteil den Betrieb aufnehmen. „Dieses Thema ist so aktuell wie kein anderes“, sagt Grunenberg. Zum anderen habe man sich erfolgreich für den Ausbau von Hochbahnsteigen an der Stadtbahnlinie 9 eingesetzt: 2017 sollen die ersten beiden Hochbahnsteige an der Kurze-Kamp-Straße und der Bothfelder Kirche entstehen, die weiteren drei Hochbahnsteige sollen bis spätestens 2020 folgen. Auch über die Kinderbetreuung verliert Grunenberg einige Worte. Während in Bothfeld die Versorgung an Krippen- und Kita-Plätzen ausreichend sei, fehlten in Vahrenheide und im Sahlkamp besonders viele Plätze. Man wisse, dass auch die geplanten Krippen- und Kita-Gruppen den Bedarf nicht deckten und bemühe sich weiter um mehr Plätze. „48 Prozent Abdeckung bei den Krippenplätzen sind nicht genug.“

Den Höhepunkt bildet die Verleihung des Ehrenamtspreises. 18 Vorschläge sind dieses Jahr für den mit 500 Euro für Einzelpersonen und 1000 Euro für Gruppen dotieren Preis eingegangen, am Ende beschloss der Bezirksrat einstimmig: Das Seniorenbüro Sahlkamp hat den Preis verdient. „Was Sie hier still und unerkannt von der Öffentlichkeit für die Senioren im Stadtteil leisten, ist einfach klasse“, lobt Bürgermeister Grunenberg die Mitarbeiterinnen des Seniorenbüros um Ute Lückert.

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