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Aus den Stadtteilen Stadt stopft Löcher am Leinewehr
Hannover Aus den Stadtteilen Stadt stopft Löcher am Leinewehr
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02:15 11.07.2015
Von Michael Zgoll
Der Gehweg ist zur Baugrube geworden, die Weide stürzt just in die Leine. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Döhren. Eine erste Baugrube ist schon länger zu sehen, doch jetzt gehen die Sanierungsarbeiten am Leinewehr in Döhren in ihre entscheidende Phase - etwa mit einer Baumfällung im Uferbereich. Am Eck der Straßen Leineinsel und Am Brückenhaus hat der Fluss den Untergrund ausgespült, weil eine Spundwand undicht ist. Im Uferbereich registrierten Taucher unter einem Gehweg mehrere Hohlräume, im Flussbett stellten sie große Strudellöcher fest. Sogar die Fundamentplatte des Brückenhauses wurde an einigen Stellen unterspült; die Standsicherheit des Bauwerks, so die Stadt, sei aber nicht gefährdet.

Die zwei Monate währenden Arbeiten können nur durchgeführt werden, wenn die Leine Niedrigwasser führt. Nach den entsprechenden Absperrungen wird eine Spundwand im Flussbett versenkt, um eine weitere Kolkbildung - also das Auftreten neuer Strudellöcher - zu verhindern. Im Schutz dieser Spundwand werden ab Mitte August die Ausspülungen im Bereich der Gewässersohle und der Fundamentplatte verfüllt: zunächst mit Wasserbausteinen, anschließend mit einer rund anderthalb Meter starken Unterwasserbetonsohle. Damit will die Stadt verhindern, dass die Standsicherheit des Brückenhauses gefährdet wird, insbesondere bei Hochwasser. Die Gesamtkosten der Sanierung schätzt die Bauverwaltung auf 285.000 Euro.

Im Vorfeld der eigentlichen Baumaßnahmen fällten die Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün Anfang dieser Woche eine rund 50 Jahre alte Silberweide. Der am Ufer stehende Baum war etwa 20 Meter hoch und hatte einen Stammumfang von 3,20 Metern. Nach Angaben der Verwaltung war die Fällung aus versicherungstechnischen Gründen erforderlich: Ein Großteil des Wurzeltellers der Weide war bereits unterspült, die Standsicherheit des schräg zum Fluss geneigten Baums nicht mehr gewährleistet. Als Ersatz wird im Herbst dieses Jahres auf der Leineinsel eine Schwarzpappel gepflanzt.

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