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Stadt diskutiert umstrittene Kita-Pläne neu

Kirchrode/Anderten Stadt diskutiert umstrittene Kita-Pläne neu

In Anderten und Kirchrode sollen weitere Krippenplätze eingerichtet werden. Deshalb denkt die Stadt erneut über den Bau von Kindertagesstätten Am Rohfeld und am Lehmbuschfeld nach.

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Zwischen Südschnellweg und Süßeroder Straße soll eine Kita entstehen.

Quelle: Link

Hannover. Die Stadt will neue Krippenplätze für den Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode in Anderten schaffen. „Aktuell befindet sich die Verwaltung erneut in konkreten Gesprächen bezüglich eines Kita-Neubaus am Standort Am Rohfeld“, berichtet Bezirksratsbetreuerin Emine Yilmaz. Obwohl der Standort jenseits der Stadtteilbezirksgrenze liegt, soll er auch den Bedarf in Kirchrode decken.

Laut Yilmaz soll auf der Fläche eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen entstehen, darunter mindestens zwei Krippengruppen. Das entspricht den ursprünglichen Bauplänen aus dem Jahr 2010. Damals hatte ein privater Investor beabsichtigt, eine Kita in Passivhausbauweise zu errichten. Insgesamt 72 Plätze in Ganztagsbetreuung waren vorgesehen. Allerdings hatten sich die Pläne zwischenzeitlich wegen Anliegerprotesten und schwieriger baulicher Voraussetzungen wegen des hohen Grundwasserspiegels wieder zerschlagen.

Eine weitere Kita ist an der Ecke Lehmbuschfeld/Kreuzbusch am Kronsberg geplant. Auch dort gibt es wie am Rohfeld in Anderten eine sogenannte ­Kitavorbehaltsfläche. Nach Yilmaz prüft die Stadt derzeit die Voraussetzungen für den Bau auf dem Grundstück. „Dieser Standort wird benötigt. Es gibt keinerlei Überlegungen, ihn irgendwie infrage zu stellen“, versicherte Stadtplaner Matthias Fabich entgegen anderslautenden Befürchtungen.

Außerdem sucht die Stadt beständig nach privaten Trägern für Kindertagesstätten. „Auch das städtische Familienservicebüro strebt weiterhin einen Ausbau der Tagespflegeplätze im Stadtbezirk an“, sagte Yilmaz.

Die Betreuungsquote für den Stadtbezirk liegt nach Angaben der Stadt derzeit bei 36 Prozent im Krippenbereich und bei 90 Prozent im Kindergartenbereich. Basierend auf den Anfragen nach Krippen- und Kindergartenplätzen beim Familienservicebüro gebe es derzeit keine Anhaltspunkte auf eine Unterversorgung, sagte Yilmaz.

Verbesserungen für Flüchtlinge: Die Betreuungsangebote in den Flüchtlingsunterkünften sollen ebenfalls verbessert werden. Dort setzt die Stadt insbesondere auf niedrigschwellige Angebote. Einige Flüchtlingskinder aus dem Wohnheim an der Zweibrückener Straße würden aber auch in der städtischen Kita am Neunkirchener Platz betreut werden. „Der bisherige, relativ geringe Bedarf wird von den vorhandenen Kindertagesstätten abgedeckt“, sagte Yilmaz.

Nach Angaben der Stadt nehmen die Asylbewerber in der Regel erst nach dem Auszug aus den Massenunterkünften die öffentliche Kinderbetreuung in Anspruch. „Die Flüchtlinge, die hierher kommen, wollen ihre Kinder zunächst gar nicht abgeben, sondern zu Hause behalten“, erklärte Stadtbezirksmanager Wolfgang Just. Im Sommer seien dort insgesamt 44 Kinder gezählt worden, davon war etwa die Hälfte unter zwei Jahre. Im Kindergartenalter (drei bis fünf Jahre) waren vier Kinder, im Grundschulalter (sechs bis neun Jahre) waren fünf Kinder, zehn Kinder bis 14 Jahre alt und zwei über 15 Jahre.

Von Christian Link

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