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Aus den Stadtteilen Stadt erfüllt Wünsch von Kindern vorm Bunker
Hannover Aus den Stadtteilen Stadt erfüllt Wünsch von Kindern vorm Bunker
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02:15 27.09.2015
Der Spielplatz vor dem Kulturbunker hat eine Frischzellenkur dringend nötig. Nur selten kommen noch Eltern mit ihren Kindern zum Spielen vorbei, denn dafür gibt es schönere Orte in Hainholz. Wer unbehelligt vom Großstadttrubel ein Buch lesen will, während der Nachwuchs im Kinderwagen schlummert, ist hier aber genau richtig. Quelle: Kutter
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Hannover

Das Landschaftsarchitekturbüro Chora Blau aus Hannover hat jetzt einen Plan für den Umbau vorgelegt - basierend auf den Anregungen von Kindern und Eltern aus der Nachbarschaft.

Im April hatte es eine Anwohnerbeteiligung gegeben, bei der zehn Mädchen und sieben Jungen bis zehn Jahre sowie zehn Erwachsene teilnahmen. „Die häufigsten Wünsche waren ein Spielhaus, eine Rennautobahn für Spielzeugautos, ein Apfelbaum, eine Vogelnestschaukel und ein Karussell“, berichtet die Stadt. Alle diese Anregungen werden umgesetzt, obwohl der Spielplatz mit 490 Quadratmetern zu den kleineren Vertretern seiner Art gehört.

Die auffälligste Besonderheit wird die neue Rennautobahn, die für Spielzeugautos oder Murmeln genutzt werden kann. Die Strecke soll nicht nur verschiedene Bahnen beinhalten, sondern auch den Spielplatz in verschiedene Bereiche gliedern. Das Thema „Rennstrecke“ wird sich auf der ganzen Fläche wiederfinden: Im Spielhaus „Boxengasse“, bei der Federwippe „Rennauto“ und bei der geplanten „Zapfsäule“. Ein Siegerpodest kann gleichermaßen zum Jubeln als auch zum Sitzen benutzt werden. Weiterhin sind eine große Nestschaukel, ein Karussell und eine Doppelreckstange geplant.

Die Federwippe, das Karussell und das Reck erhalten einen Fallschutzbelag aus Kunststoff. Rund um die Nestschaukel werden Holzhäcksel ausgestreut, damit sich dort niemand verletzt. Die Flächen zwischen den Spielbereichen werden gepflastert.

Die Tische und Bänke, die bisher auf dem Spielplatz zu finden sind, werden näher an die Straße gerückt. Die Stadt will dadurch eine „bessere soziale Kontrolle“ erreichen. Außerdem gibt es demnächst zwei zusätzliche Sitzgelegenheiten: In der Mitte des Spielplatzes entsteht eine Bank mit Arm- sowie Rückenlehne, und die Betonelemente am Sandkasten erhalten eine Sitzauflage.

Nach dem Umbau soll der Spielplatz insgesamt ein wesentlich „farbenfroheres und fröhliches Erscheinungsbild“ abgeben. Dazu wird auch der alte Zaun ausgetauscht, die beiden Zugänge bleiben aber wie bisher erhalten. Ebenfalls bestehen bleiben die Bäume, die sogar noch um einen Apfelbaum ergänzt werden - den hatten sich die Kinder nämlich ebenfalls gewünscht.

Der Spielplatzumbau muss noch von der Sanierungskommission Hainholz und dem Bezirksrat Nord abgesegnet werden. Die Zustimmung aus beiden Gremien gilt aber als sicher, nachdem das Projekt von den Lokalpolitikern schon in vergangenen Sitzungen sehr begrüßt wurde. Außerdem wird die Stadt an den Baukosten nur zu einem Drittel beteiligt. Weil es sich um ein Projekt im Rahmen der Sozialen Stadt handelt, stammt das restliche Geld aus Fördermitteln vom Bund und vom Land Niedersachsen.

Von Christian Link

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