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Aus den Stadtteilen 30 Millionen Euro für „junges Wohnen“
Hannover Aus den Stadtteilen 30 Millionen Euro für „junges Wohnen“
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00:15 18.08.2015
Von Conrad von Meding
So wie in der Computersimulation soll sich das Gelände der Gustav-Brandt’schen-Stiftung im nächsten Jahr entwickeln. Quelle: Kutter
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Hannover

 „Junges Wohnen“ unter anderem für Studenten der nahe gelegenen Tierärztlichen Hochschule, MHH und Musikhochschule könnten dort entstehen, auch die Stadtbahnlinie zum Expo-Gelände fährt vor der Tür vorbei, die zu den Kreativstudiengängen der Fachhochschule an der Expo-Plaza fährt. „Wohnraum für Studenten ist im Moment Mangelware“, sagt Projektentwickler Dirk Felsmann: „Wir glauben, dass wir ihn in dem umgebauten Pflegestift preiswert anbieten können.“ Mit der Stadt sind die Pläne jetzt abgestimmt, Baustart soll im nächsten Frühjahr sein.

Die Gustav-Brandt’sche-Stiftung gehört zu den alten hannoverschen Pflegestiftungen. Der Kaufmann Gustav Brandt (1847–1918) stiftete im Ersten Weltkrieg auf Anregung des Pastors der Aegidienkirche 3 Millionen Goldmark zum Aufbau eines Altersheims für „unbescholtene bedürftige christliche Männer aus der Kaufmannschaft“. Der Gebäudekomplex wurde erst 1938 fertig, nach Bombenschäden mussten die Bewohner 1942 ausziehen und konnten erst 1949 zurückkehren. Zwar wurde 1996 viel investiert, jetzt aber wären erneut umfangreiche Investitionen in das Gebäude und die Ausstattung nötig. Die Stiftung hat sich daher entschieden, Grundstück und Immobilie zu verkaufen – mit der Auflage, dass sie auf dem Grundstück weiterbetrieben werden kann.

Das Konzept der Investoren Gert Meinhof und Dirk Felsmann sieht vor, zunächst einen Ersatzbau für das ursprüngliche Pflegeheim mit 75 Betten im rückwärtigen Garten zu errichten (Architekten Kiepke und Neumann). Sobald die Bewohner in die modernen Räume umgezogen sind, kann das historische Pflegeheim zu Studentenappartements umgebaut werden. Parallel entstehen sowohl vor dem Altgebäude am Bischofsholer Damm wie auch an der Haeckelstraße zwei Gebäuderiegel mit 23 Wohnungen für Familien (Architekten Pfitzner und Moorkens). In Absprache mit der Stadt wurden sie architektonisch an das Erscheinungsbild der Stadthäuser entlang dem Bischofsholer Damm angepasst und setzen sich so in den Proportionen von der Gestalt vieler aktueller Neubauten ab.

Projektentwickler Felsmann hofft, dass so ein zentrumsnahes „Gesamtquartier für Familien, junge Leute, ältere Menschen im betreuten Wohnen, Studenten, Singles und Menschen in stationärer Pflege“ entsteht. Zusätzlich soll auf dem Gelände ein Angebot für Tagespflege entstehen. Spätestens 2017 soll das Areal fertig umgestaltet sein.

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