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Stillstand an der Rosa-Parks-Schule

Vahrenwald Stillstand an der Rosa-Parks-Schule

Die Hauptschüler bleiben an der Rosa-Parks-Schule länger als geplant: Das Miteinander von Erstklässlern und pubertierenden Jugendlichen läuft nicht nur reibungslos ab. Auch fehlt es an Platz für die Nachmittagsbetreuung von Grundschülern.

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Die Hauptschüler bleiben an der Rosa-Parks-Schule länger als geplant: Das Miteinander von Erstklässlern und pubertierenden Jugendlichen läuft nicht nur reibungslos ab.

Quelle: Katrin Kutter

Vahrenwald. Es rumort an der Rosa-Parks-Schule an der Isernhagener Straße. Seit zwei Jahren lernen auch Grundschüler an der Hauptschule in Vahrenwald, in diesem Sommer sollte dann eigentlich Schluss sein mit der Beschulung der Teenager. Doch die Stadt hat die Hauptschule am Standort verlängert, zunächst für ein Jahr, eventuell aber auch für ein weiteres. Das Miteinander von Erstklässlern und pubertierenden Jugendlichen läuft allerdings nicht nur reibungslos ab. Eltern und Schüler beklagen zudem das Fehlen passender Gruppenräume für die Nachmittagsbetreuung. In der viel zu kleinen Mensa wird von 12 bis 14 Uhr im Schichtbetrieb gegessen, der Raum ist zudem nicht lärmgedämmt, was durch zwei dröhnende Kühlanlagen mittendrin noch verschlimmert wird.

In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Vahrenwald-List haben Eltern von Erstklässlern ihren Unmut über die Zustände kundgetan, nachdem sich zuvor bereits Bürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann ein Bild von der Schule gemacht hatte. Elternvertreterin Bettina Kock beklagt vor allem, dass die Nachmittagsbetreuung an der Ganztagsgrundschule in keiner Weise dem „pädagogischen Handlungskonzept für die Grundschule Isernhagener Straße“ entspricht, das 2013 seitens der Stadt erstellt wurde.

„Nach dem Mittagessen geht es für die Schüler in der Regel zurück in ihren Klassenraum, denn die Kunst- und Differenzierungsräume, von denen im Handlungskonzept die Rede ist, sind für die Grundschüler nicht zugänglich“, sagt Kock. Der einzige Raum, der über die Klassenräume hinaus zur Verfügung stehe, sei der sogenannte Regenbogenraum, der aber bereits an die Grenzen seiner Kapazität gerät, wenn sich dort mehr als eine Gruppe aufhält. „Doch selbst dieser Raum wird ab Sommer 2015 für die Nachmittagsbetreuung nicht mehr nutzbar sein, weil er einem Klassenraum weichen muss.“ Darüber hinaus fehle es für den Nachmittagsbereich vor allem an Rückzugsmöglichkeiten, an Nischen und Kuschelecken, die die Kinder in kleinen Gruppen oder auch allein aufsuchen können.

Dem kommissarischen Leiter der Grundschule, Constantin Freche, mangelt es vor allem an Transparenz und Kommunikation mit der Stadt. „Die Hauptschule sollte an dem Standort in diesem Sommer auslaufen, nun ist auch für die älteren Schüler ungewiss, wo sie im Schuljahr 2016/17 ihren Abschluss machen.“ Da wären dann zwei zehnte Klassen inmitten einer vierzügigen Grundschule, „das ist für keinen optimal“. Prinzipiell möchte er betonten, dass das Miteinander im Schulalltag zwischen großen und kleinen Kindern funktioniere. „Die kommen gut miteinander klar. Und für die naturgemäß problematische Situation in den Toiletten sind alle Altersgruppen verantwortlich“, so Freche. Er möchte auch die Hauptschüler unterstützen. „Der Standort wird ihnen nicht mehr gerecht, wenn auch die letzten Fachräume noch für Grundschüler umgenutzt werden müssen.“

Freche bemängelt, dass seitens der Stadt stets gesagt wurde, dass der Umbau zur Ganztagsschule mit dem Auszug der „Großen“ in diesem Sommer klappen würde. „Nun ist plötzlich alles anders, aber wir brauchen als vierzügige Grundschule ab Sommer mehr Platz.“ Es müssen Räume renoviert werden, damit nach den Ferien neue Erstklässler an der Isernhagener Straße lernen können. „Wir bekommen zwar neue Möbel, aber keine Mittel, um die Räume zu streichen, die in einem desolaten Zustand sind“, sagt Freche. Daher sei in einem Elternbrief abgefragt worden, wer sich für einen Arbeitseinsatz als Maler zur Verfügung stellt. „Leisten wir die Arbeit, zahlt die Stadt auch die Farbe“, sagt Freche.

Seitens der Verwaltung stellt sich die Situation an der Rosa-Parks-Schule anders dar. „Der Rat hat die Aufgabe des Hauptschulstandortes Rosa-Parks-Schule beschlossen. Es werden seit dem Schuljahr 2012/13 keine fünften Klassen mehr aufgenommen. Damit die Schüler in den höheren Klassen an dieser Hauptschule einen Abschluss erreichen, werden die vorhandenen Klassen auslaufend beschult. Es handelt sich also nicht um eine Verlängerung der Laufzeit. Im Schuljahr 2015/2016 werden noch die Klassen der Jahrgänge neun und zehn geführt werden“, betont Stadtsprecherin Anne Ruhrmann. Der Schließungszeitpunkt werde angesichts der künftigen tatsächlichen Situation von Klassen- und Schülerzahlen gemeinsam mit der Schulleitung und der Landesschulbehörde zum Schuljahr 2016/17 zu entscheiden sein.

Die Trennung der Toiletten überlässt die Stadt der Schule. „Die Toilettenanlagen in Schule und Sportbereich können durch eine organisatorische Maßnahme der Schulleitung vorgenommen werden“, sagt Ruhrmann. Streichen indes müssten Eltern Klassenzimmer nicht. „Die Maßnahmen zu Herrichtung der Räume wie Anstrich, Schuhbänke und Garderoben werden zurzeit geplant. Die notwendigen Ausstattungen sind vorgesehen. Die Eltern müssen die Räume nicht selbst streichen“, so die Stadtsprecherin.

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