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Aus den Stadtteilen Flüchtlinge entdecken Hannover
Hannover Aus den Stadtteilen Flüchtlinge entdecken Hannover
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02:15 22.08.2015
Von Horst Heinze
Flüchtlinge vor einem Hannovermodell.
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Stöcken

Die Flüchtlinge aus der Notunterkunft Auf der Klappenburg lernen derzeit sehr intensiv ihre neue Heimat kennen. Der Unterstützerkreis aus Stöcken hat mit mehreren jungen Männern, die dort in der denkmalgeschützten Turnhalle der Feuer- und Rettungswache 2 untergebracht sind, jeweils einen Ausflug ins Historische Museum und ins Neue Rathaus unternommen. Stöckens Stadtbezirksmanagerin Rita Heitsch hatte die Flüchtlinge zu einer exklusiven Tour durch die Verwaltungszentrale der Landeshauptstadt eingeladen. Dabei durften die Asylbewerber auch einige Räume besichtigen, die ansonsten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind - etwa den Hochzeitsraum oder den Gobelin-Saal.

„Der Sitzungssaal hat die Flüchtlinge ganz besonders beeindruckt“, sagt Hilmar Bieling vom Unterstützerkreis. Viele Teilnehmer hätten sich dort stolz vor der Deutschland- und Europafahne fotografieren lassen. Zum Abschluss der Tour durften die Asylsuchenden auch im legendären Rathaus-Fahrstuhl mitfahren. Zum Dank für den schönen Ausflug luden die Flüchtlinge ihre Helfer zu einem Grillfest ein.

Beim Ausflug ins Historische Museum führte Unterstützerin Ute Kampmann durch die Stadtgeschichte. Die Flüchtlinge interessierten sich dort insbesondere für die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. „Denn alle sind selbst Opfer ähnlicher Ereignisse“, sagt Bieling.

Die Bewohner der Notunterkunft sind erst seit einigen Wochen in der Stadt. Einige von ihnen haben zweimal in der Woche einen Deutschkurs, andere fünfmal. Einmal in der Woche können sie gemeinsam Fußball spielen. „Das Leben in der Notunterkunft ist freudlos“, sagt Bieling. Gerne würde der Unterstützerkreis noch mehr Veranstaltungen anbieten. „Aber leider sind wir zu wenig Helfer.“ Wer bei der Integration der Flüchtlinge in Stöcken mithelfen möchte, kann sich gerne bei Hilmar Bieling vom Unterstützerkreis unter (05 11) 1 69 69 09 melden.

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