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Wieso gibt es braune und weiße Eier?

Südstadt Wieso gibt es braune und weiße Eier?

Die Eierfarbe ist abhängig von der Farbe der Ohrlappen des Huhns - das haben Schüler der Grundschule Tiefenriede bei einem Tierprojekttag gelernt. Initiiert wurde er von angehenden medizinischen Fachangestellten.

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Füttern macht Spaß: Im direkten Kontakt mit Shetlandpony Bronko haben auch ängstliche Schüler schnell ihre Scheu verloren und Zutrauen gefasst.

Quelle: Haude

Hannover. Warum legen manche Hühner braune Eier und manche weiße? Wie nähert man sich einem fremden Hund? Wieso schlüpfen Schildkröten eines Geleges fast gleichzeitig aus ihren Eiern und nicht in größeren Abständen? Und was fressen Ponys hauptsächlich? Antworten auf diese und andere Fragen haben Dritt- und Viertklässler der Grundschule (GS) Tiefenriede kürzlich bei einem Tierprojekttag bekommen. Allerdings nicht, wie sonst oft im Sachunterricht üblich, anhand von Büchern, Arbeitsblättern oder Filmen, sondern im Umgang mit lebenden Tieren in ihren Klassenräumen oder auf dem Schulhof. Mitgebracht wurden sie von angehenden tiermedizinischen Fachangestellten, die an der Alice-Salomon-Schule in Herrenhausen ausgebildet werden, sowie ihrer Lehrerin Antje Jakob.

Entstanden sei die Idee zum Projekt in einem früheren Ausbildungsjahrgang, erzählt Jakob. „Die Azubis wollten was Praktisches machen.“ So kommt der Tag denn auch nicht nur den Grundschülern zugute: „In der Praxis müssen die Fachangestellten später verschiedenste Tierhalter beraten.“ Da sei es eine gute Übung für den kommenden Alltag, den Kindern die Tiere zu erklären und all ihre Fragen zu beantworten. Zudem werden eher stille Auszubildende durch das Projekt in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Auch für die Grundschüler sieht Sabine Jakobs, Lehrerin an der GS Tiefenriede, nur Vorteile. Die Kinder lernten dank der Nähe zu den Tieren in ganz kurzer Zeit viel mehr als in der Theorie aus einem Buch. „Vor allem ängstliche Kinder verlieren ihre Scheu im direkten Umgang“, betont sie. Das könne auch ein Zoobesuch nicht ersetzen, denn „die Kinder sind hier viel dichter dran“.

Sehr dicht sogar. Bronko zum Beispiel durften sie nicht nur streicheln oder mit Heu füttern. Wer sich traute, durfte das zehnjährige Shetlandpony auch an einem Führstrick über den Schulhof führen. „Sogar ein paar Jungs haben sich das getraut“, sagt die Auszubildende Sarah May erstaunt. Die hätten oft mehr Berührungsängste als Mädchen. Wer ein Pony schneller anbinden kann, wurde beim Wettknoten ausgefochten. Was Rösser außer Heu und Gras noch fressen, konnte schließlich in Fühlkisten ertastet werden: Hafer, Pellets und Müsli. Währenddessen übten andere Kinder, wie sie sich einem unbekannten Hund nähern: zunächst den Besitzer ansprechen, ob man den Hund anfassen darf, sich hinhocken und so in Kontakt zu ihm kommen, ihn an der Hand schnuppern lassen - und wenn er positiv reagiert, ihn streicheln. Was viele Schüler nutzten und die Hunde weidlich genossen. Bei aller Nähe: Tiefenriede-Schulleiterin Insa Reichwehr gefiel besonders, dass ihre Schüler animiert wurden, artangemessen mit den Tieren umzugehen. „Und ihnen ist gut vermittelt worden, dass Tiere kein Spielzeug sind, sondern Gefährten.“

Die Kinder haben aber noch mehr mitgenommen: zum Beispiel, dass es Schildkröten schon zu Zeiten der Dinosaurier gab. „Und ich weiß jetzt, dass das Bauchmuster ihres Panzers so einzigartig ist wie unser Fingerabdruck“, sagt der neunjährige Henry. Er und seine Klassenkameraden haben in einem Spiel erfahren, dass kaum eine Baby-Schildkröte den Weg vom Ei ins Meer überleben würde, wenn sie nicht gleichzeitig schlüpften. Vögel würden sie fast alle fressen. Überraschend war für viele auch die Erklärung für die Farbe von Hühnereiern: Sie richtet sich nach der Farbe der Huhn-Ohrlappen, die entweder weiß oder rotbraun sind. So interessant alle Beteiligten den Projekttag fanden, von der achtjährigen Sunna kam etwas Kritik: „Ich fand es nicht so toll, dass mich ein Baby-Meerschweinchen angepieselt hat.“

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