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Aus den Stadtteilen Freiluftbibliothek ohne Formalitäten
Hannover Aus den Stadtteilen Freiluftbibliothek ohne Formalitäten
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06:00 17.07.2015
Bücherpatin Sylwia Jokiel und Bezirksbürgermeister Harry Grunneberg haben Vahrenheides ersten öffentlichen Bücherschrank eingeweiht. Quelle: Benjamin Behrens
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Hannover

Die Nutzung ist kostenlos. Leser nehmen einfach ein Buch heraus, bringen es später zurück oder stellen selbst ein neues hinein. „Das ist das Besondere, ganz offen, ohne Formalitäten“, sagt Grunenberg. Angst vor Vandalismus an dem vom Werkstatttreff Mecklenheide gebauten Holzschrank hat er nicht.

Bücherpatin Sylwia Jokiel wird auf das Regal achtgeben und den Bestand pflegen. Sie freut sich, eine positive Veränderung im Stadtteil bewirken zu können. „Bücher sind eine Verbindung zwischen den Menschen“, sagt sie.

Die ersten Spender fangen schon an, die Regalfächer zu befüllen. Renate Bindert hat ein Kinderbuch und ein Sachbuch hineingestellt. „Demnächst will ich gucken, was dazugekommen ist“, kündigt sie an. Die 71-Jährige stöbert selbst immer im Bücherschrank an der Marktkirche, wenn sie in der Innenstadt ist.

In den Vahrenheider Schrank sind inzwischen auch russische und türkische Bücher gewandert. Vielleicht kommen noch englische und französische hinzu, denn Bücherschrank-Freundin Felicitas Deuter liest gern in den beiden Sprachen. Neben den Fremdsprachen haben es ihr auch Sach- und Unterhaltungsliteratur angetan, so kommt einiges zusammen. „Ich kann Bücher nicht wegschmeißen“, sagt sie. Also werden sie gespendet. Bisher hatte die Vahrenheiderin dafür längere Wege zu den Schränken in anderen Stadtteilen zu bewältigen. „Der hier ist schön nah“, sagt die 86-Jährige erfreut.

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