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Aus den Stadtteilen Versicherung zahlt nach Brandstiftung
Hannover Aus den Stadtteilen Versicherung zahlt nach Brandstiftung
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00:15 12.10.2015
Die Sanierung dauert an: Die Schäden, die das Feuer in der Grundschule verursacht hat, werden derzeit beseitigt. Gleichzeitig wird der Brandschutz verbessert. Quelle: Kutter
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Hannover

„Die Schadensbeseitigungsmaßnahmen im Obergeschoss werden wahrscheinlich noch bis November andauern“, sagte Verwaltungsmitarbeiterin Emine Yilmaz im Bezirksrat. Das Feuer, das offenbar durch einen Schüler verursacht worden ist, hat für alle Beteiligten äußerst unerfreuliche Spätfolgen.

Die CDU-Fraktion hatte den Schulbrand im Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode mit einer Anfrage an die Stadt auf die Tagesordnung gehoben. „Wie hoch ist der tatsächlich entstandene Schaden?“, wollte die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Stittgen wissen. „Der kann noch nicht abschließend beziffert werden“, informierte Yilmaz. Die Versicherung der Stadt habe die Schadensübernahme bereits bestätigt. Das Unternehmen werde die Kosten abzüglich des Eigenanteils der Landeshauptstadt in Höhe von 25.000 Euro begleichen. Die Polizei hatte den Schaden durch das Feuer am 23. Juli auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Nach Informationen des Stadt-Anzeigers soll ein zehnjähriger Grundschüler das Feuer verursacht haben, der anschließend auch die Schulmitarbeiter alarmierte. Ein Gruppenraum im ersten Obergeschoss wurde durch das Feuer zerstört, darüber hinaus entstanden Rauchschäden am übrigen Gebäude.

Die Kriminalpolizei hat kürzlich das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Hannover weitergeleitet. Die muss nun entscheiden, welche Konsequenzen auf den Minderjährigen und seine Eltern zukommen. Ob die Versicherung rechtliche Schritte einleiten wird, ist ebenfalls offen.

Immerhin konnte das Erdgeschoss des betroffenen Gebäudeteils rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres wieder in Betrieb genommen werden. Weil sich in dem beschädigten Obergeschoss mehrere Unterrichtsräume befinden, hatte die Stadtverwaltung der Grundschule angeboten, dass sie mit einigen Unterrichtsstunden an einen anderen Schulstandort ausweichen könne. Letztlich hat die Schulleitung aber eine Lösung direkt am Sandberge gefunden.

Ironischerweise sollte in den Sommerferien genau in dem Schulgebäude der Brandschutz verbessert werden. Unter anderem war die rauchdichte Abtrennung der Flure beabsichtigt - sie hätte den Schaden durch das Feuer vermutlich eingegrenzt. Glücklicherweise wurde der zusätzliche Rettungsweg, der über eine Notfalltreppe aus dem Obergeschoss führen soll, noch nicht benötigt. Alle Personen konnten sich Ende Juli auch so rechtzeitig aus dem Gebäude retten.

Da das Obergeschoss für die Reparaturarbeiten derzeit ohnehin geschlossen ist, werden dort gleich ein Teil der 300.000 Euro teuren Brandschutzverbesserungen umgesetzt. Die restlichen Arbeiten, die auch die übrigen Schulgebäude betreffen, werden in den kommenden Monaten erledigt. Im Frühjahr 2016 sei damit zu rechnen, dass alles fertiggestellt sei, sagte Yilmaz den Mitgliedern des Bezirksrats.

von Christian Link

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