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Aus den Stadtteilen Viele Vorschläge für Ricklingens Radwege
Hannover Aus den Stadtteilen Viele Vorschläge für Ricklingens Radwege
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00:18 11.07.2015
In Ricklingen sollen die meisten Mängel an Radwegen binnen fünf Jahren beseitigt werden. Quelle: Archiv
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Hannover

An rund 380 Stellen sieht die Stadt Verbesserungsbedarf im öffentlichen Radwegenetz - und 32 dieser Problemzonen liegen im Stadtbezirk Ricklingen. Es fehlt an Schildern, Radwege enden plötzlich, oder sie sind schlecht erkennbar. In den nächsten zehn Jahren rücken Bauteams an, um nachzubessern. Das kostet in Ricklingen 175 000 Euro - insgesamt investiert die Stadt 2,4 Millionen Euro. Doch zufrieden ist der Bezirksrat Ricklingen damit nicht: In ihrer Sitzung am heutigen Donnerstag werden die Stadtteilpolitiker eine umfangreiche Wunschliste mit Ergänzungsvorschlägen für ihren Stadtbezirk vorlegen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Freizeitheim Ricklingen, Ricklinger Stadtweg 1.

Vor zwei Jahren waren Experten aus Darmstadt in Hannover unterwegs und haben im Auftrag der Stadt die Mängel an den Radwegen aufgespürt. Am Ende machten sie bei 11 Prozent des 957 Kilometer langen Wegenetzes Handlungsbedarf aus. Erstmals will die Stadt solchen Problemen nun konsequent nachgehen.

Geplante Projekte

In Ricklingen sollen die meisten Mängel binnen fünf Jahren beseitigt werden. Dazu zählen Radwege, die zwar über Straßen führen, dort aber nicht mehr markiert sind. Diese Furten sollen etwa an der Hamelner Chaussee, Bornumer Straße, Bückeburger Allee und Pfarrstraße mit Farbe gekennzeichnet werden. Am Tönniesberg wird ein Radschutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. An der Bornumer Straße sollen die Radwege jeweils in beiden Richtungen nutzbar sein. Etwas länger dauern größere Projekte: Der Radweg am Ricklinger Kreisel soll breiter werden; die Wege am Mühlenwinkel sowie an den Straßen Im Vogesort und Vor der Kornhast müssen repariert werden. Dafür nimmt sich die Stadt bis zu zehn Jahre Zeit.

Neue Ideen

Bereits in der Juni-Sitzung des Bezirksrats meldete die CDU Zusatzvorschläge an. Fraktionschef Christian Weske kritisierte die Situation auf der Brücke über den Westschnellweg, wo der Ricklinger Stadtweg verläuft. Fußgänger und Radfahrer teilen sich dort einen schmalen Streifen. Mit weißer Farbe sollten die jeweiligen Bereiche markiert werden, regte Weske an. Auch die Sicherheit in der ersten Fahrradstraße im Stadtbezirk, der Stammestraße, macht ihm Sorgen. Dort haben Radler Vorfahrt. „Damit sind auch Autofahrer schneller unterwegs“, warnte Weske.

Aktuelle Anträge

Für die heutige Sitzung hat die CDU einen dreiseitigen Antrag vorbereitet. Darin listet die Fraktion Schwächen und Stärken diverser Radlerrouten ins hannoversche Zentrum auf, aber auch Richtung Hemmingen und Empelde oder zwischen Ricklingen und Badenstedt. Etliche Ergänzungen machen auch SPD und Grüne. Einen Antrag widmen sie der Stammestraße am Abzweig Pfarrstraße. Dort soll die Stadt die Verkehrsführung für stadtauswärts fahrende Radler so verbessern, dass sie bei der Einfahrt in die Stammestraße nicht von abbiegenden Autos gefährdet werden.

Das Radkonzept ist im Internet abrufbar.

Von Marcel Schwarzenberger

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