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Aus den Stadtteilen Wettbüros am E-Damm sollen verhindert werden
Hannover Aus den Stadtteilen Wettbüros am E-Damm sollen verhindert werden
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00:17 10.12.2017
Wettbuero Edamm 83  Quelle: Nele Schröder
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Nordstadt

Sportwetten machen einigen Spaß – andere wiederum sind von den Wettbüros genervt. Vor allem in Wohngebieten sind sie nicht gerne gesehen. Jetzt haben auf dem Engelbosteler Damm in jüngster Vergangenheit diverse Wettbüros für Sportwetten geöffnet. Das teilte die Fraktion der Grünen kürzlich im Bezirksrat Nord mit. Fraktionsvorsitzender Stefan Winter fragte die Verwaltung, welche Möglichkeiten bestünden, weitere Stätten zu verhindern. Die Stadtplanerin Edda Rabe übernahm die Antwort. „Zuständig für die Erlaubniserteilung von Sportwettbetriebe ist das Innenministerium“, stellte sie zu Beginn klar.

Die drei Wettbüros um die es im Bezirksrat ging, liegen am Engelbosteler Damm 61, 83 und 96. Diese Wettbüros hätten ihre Tätigkeit auch rechtmäßig angezeigt. Jedoch informierte sie über ein weiteres Büro, das sich in der Hausnummer 110 befindet und bei dem die Anzeige noch aussteht.

Um Wettbüros zu verhindern, helfe es, sich die Gebiete entlang des E-Damms anzuschauen. Des Weiteren sei es notwendig, das Planungsrecht zu beachten, um diese Gebiete einzuordnen. „Wettbüros, genau wie Spielhallen, fallen im Planungsrecht in die Kategorie der Vergnügungsstätten“, sagte Rabe. „Vergnügungsstätten werden sowohl planungs- als auch ordnungsrechtlich überprüft und genehmigt.“ Das bedeute, sie können unter bestimmten Voraussetzungen durch Bauleitplanung ausgeschlossen werden. Im sogenannten „Allgemeinen Wohngebiet“ seien diese Einrichtungen beispielsweise nicht zulässig. Deshalb seien Wettbüros auf der westlichen Seite des E-Damms verboten.

Im nördlichen Bereich sei diese Lage jedoch anders, sagte Rabe. Dort handelt es sich um ein Mischgebiet, also einen Bereich mit Wohnungen und kleinen Gewerben. „In Mischgebieten dürfen nur kleinere Anlagen, bis ca. 100 Quadratmetern genehmigt werden“, erklärte Rabe. Für die Verhinderung dieser Anlagen, müssten städtebauliche Gründe vorliegen, die eine Ansiedlung unmöglich machen. Es bestehe Hoffnung, sagte Rabe: „Die Stadtplanung sieht die weitere Ansiedlung von Wettbüros und Spielhallen kritisch an.“ Nun müsse man mit den Einwohnern in Verbindung treten und andere Nutzungen fördern.

Von Nele Schröder

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