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Wohnraum für junge Familien

Mittelfeld Wohnraum für junge Familien

Auf einer Brachfläche mitten in Mittelfeld soll ab 2016 eine neue Wohnanlage entstehen. An der Ecke von Karlsruher Straße und der Straße Am Mittelfelde will die Deutsche Reihenhaus AG aus Köln 18 Reihenhäuser bauen.

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Die Grünfläche an der Ecke von Karlsruher Straße und der Straße Am Mittelfelde soll ab 2016 bebaut werden.

Quelle: Christian Link

Mittelfeld. Bei der Stadt herrscht angesichts der Pläne große Erleichterung, denn die Verwaltung will die Grünfläche schon seit mehreren Jahren bebauen lassen. Bislang stieß das rund 4000 Quadratmeter große Grundstück bei Immobilienfirmen aber nur auf wenig Interesse. „Wir sind auf die Flächenrevitalisierung in Städten spezialisiert, für uns ist das nichts Ungewöhnliches“, sagt Unternehmenssprecher Achim Behn.

Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hat dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan der Deutschen Reihenhaus bereits zugestimmt. Restlos glücklich waren die Lokalpolitiker damit allerdings nicht. CDU-Bezirksratsherr Gerd Sommerkamp kritisierte die für die Bebauung notwendigen Baumfällungen. „Da misst die Stadt mit zweierlei Maß“, sagte er. Bei anderen Neubaugebieten seien die Auflagen der Verwaltung zum Erhalt des Baumbestands deutlich schärfer.

„Wir haben sogar die Zahl der Häuser reduziert, um eine der Pyramideneichen zu retten“, entgegnete Stadtplanerin Nezahat Topcu. Eigentlich hatte der Investor geplant, dort 19 Reihenhäuser zu bauen. Jetzt wird das Unternehmen nur noch 18 zweigeschossige Häuser bauen. Diese sollen in drei Wohnblöcken parallel zur Straße Am Mittelfelde entstehen. Die Neubauten sollen den KfW-70-Standard erfüllen, sie entsprechen damit dem untersten Energiestandard. Die Wohnanlage wird laut den Bauplänen mit einem ein Blockheizkraftwerk versorgt.

Aus Schallschutzgründen muss der Komplex zur Karlsruher Straße mit einer zweieinhalb Meter hohen Lärmschutzwand abgeschirmt werden. Die Zufahrt zu den 18 geplanten Stellplätzen erfolgt über eine private Erschließungsstraße direkt neben dem Gold Spring Hotel. Die zusätzliche Verkehrsbelastung durch die Fahrzeuge der geschätzten 54 zukünftigen Bewohner halten die städtischen Verkehrsplaner für überschaubar. Sie erwarten etwa 100 zusätzliche Fahrten pro Tag, was angesichts von 10346 Kraftfahrzeugen innerhalb von 24 Stunden auf der Karlsruher Straße nicht besonders ins Gewicht falle.

Für die Deutsche Reihenhaus AG ist die Wohnanlage zwischen Rewe-Markt und Gold Spring Hotel erst das zweite Projekt in Hannover, weitere sind jedoch schon in Planung. „Wir stecken für einige Projekte in Verhandlungen“, sagt Behn. Seit Ende 2014 baut das Unternehmen den Wohnpark Alt-Stöcken auf einer Brachfläche an der Straße Auf der Klappenburg. Dort errichtet die Firma aktuell 14 Reihenhäuser. In Laatzen haben die Kölner zwei weitere Wohnquartiere gebaut, in Burgdorf errichtet die Firma demnächst 38 Reihenhäuser auf einer ehemaligen Müllkippe.

Auch in Mittelfeld bleibt die Deutschen Reihenhaus AG ihrem Geschäftsmodell treu: Das Unternehmen bietet relativ preisgünstiges Wohneigentum mit einheitlichen Grundrissen an. Das Angebot besteht aus drei unterschiedlichen Reihenhaus-Typen mit einer Wohnfläche von 81, 116 oder 141 Quadratmetern. „Wir bauen drei Häuser - die aber richtig“, lautet das Unternehmensmotto.

An der Karlsruher Straße wird die Firma ausschließlich ihren mittleren Gebäudetyp namens „Wohntraum“ bauen, der sich insbesondere an junge Familien richtet. In Stöcken bietet das Unternehmen diese Häuser für rund 215 000 Euro an, in Mittelfeld werden die Preise vermutlich auf einem ähnlichen Niveau liegen. Zu den Investitionskosten gibt es noch keine Angaben, sie liegen schätzungsweise bei vier Millionen Euro.

Der Baubeginn ist für Frühjahr oder Sommer 2016 geplant. „Wenn wir die Baugenehmigung haben, fangen wir sofort an zu bauen“, sagt Behn. Erfahrungsgemäß werde es sechs Monate dauern, bis die ersten Häuser stehen. Nach der Fertigstellung sollen die Hauseigentümer eine Eigentümergemeinschaft bilden und die Wohnanlage gemeinsam verwalten. Die Wege auf dem Gelände, die Lärmschutzwand, die gemeinsamen Grünflächen und ein geplanter Abfallsammelplatz gehen in den Privatbesitz der Bewohner über. Das gehört zum Konzept der Deutschen Reihenhaus, die laut eigenen Angaben auf diese Weise schon 250 Wohnparks mit 7500 Häusern in Deutschland geschaffen hat.

Von Christian Link

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