Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Besichtigt – und für gut befunden

Vahrenheide Besichtigt – und für gut befunden

Eine neue Containeranlage am Vahrenheider Markt bietet Platz für 120 Flüchtlinge. Viele Anwohner haben sie bereits in Augenschein genommen. Der bestehende Nachbarschaftskreis will auch hier helfen.

Voriger Artikel
Unbekannte stecken Müllcontainer in Brand
Nächster Artikel
Connox packt die Umzugskartons

„Eine feine Sache“: Die Anwohner haben einen positiven Eindruck.

Quelle: Mario Moers

Vahrenheide. Wie sehen die neuen Containerwohnungen für Flüchtlinge von innen aus? Welchen Eindruck machen die Übergangsgebäude? Mit zahlreichen Fragen kamen jeweils über Hundert Bürgerinnen und Bürger zu den Besichtigungen einer gerade fertiggestellten Containersiedlung für 120 Flüchtlinge auf der Wiese am Vahrenheider Markt. Die Baukosten betrugen 4,5 Millionen Euro.

„Ich denke, das ist hier eine feine Sache geworden“, bescheinigt Anwohnerin Evelyn Görlich den bunt gestrichenen Modulbauten. Der erste Eindruck sei ordentlich. Während sie sich die Küche anschaut, probiert ihr Mann die Fensterrolläden aus. „Die Leute, die hier einziehen, können sich freuen“, fasst Wolf Wachtendorf seine Eindrücke zusammen.

Die Schlafzimmer der Zwei- oder Vierzimmerwohnungen sind jeweils mit einfachen schwarzen Metallbettgestellen eingerichtet. Daneben stehen ein kleiner, weißer, viereckiger Tisch und graue Spinde. Die Wände der Wohnungen sind von innen gedämmt. Auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt herrscht angenehmes Klima. Zwei Wohnungen in der Anlage sind barrierefrei ausgebaut. Die Stadt plant, in dem dreistöckigen Gebäude vorwiegend Familien einzuquartieren. Mehrheitlich werden allerdings bis auf Weiteres junge Männer aus den derzeitigen Krisengebieten wie Syrien, dem Irak oder dem Sudan zu den Bewohnern gehören.

Die Zwei- und Vierzimmerwohnungen sind von drei Innenhöfen über eine einfache Metalltreppe erreichbar. Eine Besonderheit ist die unmittelbare Nähe zu einer Kleingartenkolonie. Aus einigen Wohnungen sieht man direkt auf die Lauben der Kolonie Jagdstall. Betreiber der Einrichtung sind die Johanniter. Sie stellen die Sozialarbeiter, mit 3,5 Stellen. Ein Sicherheitsdienst ist 24 Stunden in Bereitschaft.

Auf gute Nachbarschaft hofft auch die ehemalige Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Generotzky. „Wir haben hier einen großen und sehr aktiven Nachbarschaftskreis“, erzählt sie. Ehrenamtliche Helfer bieten etwa bereits für die Flüchtlinge in einer Notunterkunft am Alten Flughafen Deutschunterricht und Begleitung bei Amtsgängen an. Es gibt eine Kleiderkammer, eine Radwerkstatt und gemeinsame Freizeitaktivitäten. Der Nachbarschaftskreis trifft sich das nächste Mal am 14. März um 18 Uhr im Kulturtreff Vahrenheide, Wartburgstraße 10. Neue Gesichter sind jederzeit willkommen.

Von Mario Moers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Vahrenheide
Ein Streifzug durch Vahrenheide

Kommen Sie mit auf einen Fotostreifzug durch Hannovers Stadtteile - und sehen Sie die Stadt von einer ganz anderen Seite. Heute: Vahrenheide

Vahrenheide in Zahlen
  • Stadtbezirk : Bothfeld-Vahrenheide, 3. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 47.534
  • Einwohner je Stadtteil: Bothfeld (20.376 Einwohner), Sahlkamp (13.623 Einwohner), Vahrenheide (9.090 Einwohner), Isernhagen-Süd (2.729 Einwohner) und Lahe (1.716 Einwohner) (Stand 2011).
  • Bevölkerungsdichte : 1.549 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30657, 30659
  • Markantes aus der Geschichte: Der Stadtteil hat seinen Namen von der Vahrenwalder Heide. Hier soll am 18. August 1903 Karl Jatho einen der ersten Motorflüge der Welt vollbracht haben. Einige Jahre später schuf die Reichswehr hier einen Flugplatz, aus dem nach dem Ersten Weltkrieg der Flughafen Hannover-Vahrenwald entstand. Der Flughafen wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und danach nicht wieder in Betrieb genommen.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.