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Ratten tummeln sich am Vahrenheider Markt

"Sauberkeit lässt zu wünschen übrig" Ratten tummeln sich am Vahrenheider Markt

Rund um den Vahrenheider Markt gibt es ein Müll- und Rattenproblem. Jetzt legt die Stadt Köder gegen die Nagetiere aus. "Die Sauberkeit lässt in vielen Bereiechen zu wünschen übrig", findet die CDU.

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Müll in den Grünanlagen hat offenbar zu einem Rattenproblem am Vahrenheider Markt geführt.

Quelle: Christian Link

Hannover. Wie Stadtbezirksmanagerin Martina Raab auf CDU-Anfrage in der vergangenen Bezirksratssitzung berichtete, sind die unliebsamen Nagetiere insbesondere im nördlichen Bereich des Stadtteilzentrums gesichtet worden. „Es wurden Ratten in der Naumburger Straße gemeldet“, sagte Raab. Auch einige Lokalpolitiker haben bereits Begegnungen mit den Nagetieren gehabt. „Mir ist selbst eine Ratte über die Füße gelaufen, die fast Karnickelgröße hatte“, berichtete FDP-Bezirksratsherr Thomas Fischer.

„Die Sauberkeit des Vahrenheider Markts lässt in vielen Bereich zu wünschen übrig“, kritisierte CDU-Bezirksratherr Gerhard Waldmann und forderte ein wirksameres Vorgehen gegen „Dreckecken und Vermüllung“ in dem Bereich. Schließlich sei der Vahrenheider Markt nicht nur der „Mittelpunkt“ des Stadtteils, sondern auch sein „Aushängeschild“. Die CDU-Fraktion erkundigte sich daher bei der Stadtverwaltung nach möglichen Verbesserungen der allgemeinen Sauberkeit.

Reinigungsfirma soll für Ordnung sorgen

Laut Abfallentsorger Aha sind die Reinigung des Platzes und die Leerung der Abfallbehälter im städtischen Auftrag an eine private Reinigungsfirma vergeben worden. Dass die Reinigungsfirma ihre Aufgabe erfüllt, werde regelmäßig überprüft. „Das Sachgebiet Reinigungsorganisation und der zuständige Abfallfahnder der Aha-Stadtreinigung kontrollieren stichprobenartig den Vahrenheider Markt bezüglich der vergebenen Reinigungsaufträge“, schreibt Aha in einer Stellungnahme.

Um die Sauberkeit am Markt zu erhöhen, sieht der Abfallentsorger grundsätzlich zwei Möglichkeiten. „Die Reinigungsintervalle des Platzes könnten erhöht werden, was zu zusätzlichen städtischen Kosten führen würde“, schreibt Aha. Hierfür müsste nur der städtische Auftrag an die Privatfirma geändert werden. Aktuell werde der Vahrenheider Markt zweimal wöchentlich gereinigt, die öffentlichen Papierkörbe zweimal wöchentlich geleert. Die Reinigungen würden montags und mittwochs durchgeführt. Die zweite Möglichkeit: „Zudem könnten die Kontrollintervalle der Abfallfahndung verstärkt werden“, heißt es. Allerdings sind bei Aha nur fünf Abfallfahnder im Einsatz, die sämtliche öffentlichen Straßen und Plätze in Hannover überprüfen müssen. „Unsere Kontrollmöglichkeiten sind begrenzt“, räumt der Abfallentsorger schließlich ein.

Stadt legt Giftköder aus

Ein politischer Beschluss zur Erhöhung der Reinigungsintervalle zeichnet sich bislang noch nicht ab. Immerhin hat der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün als Reaktion auf die Rattensichtung mehrere Giftköder an der Peter-Strasser-Allee ausgelegt. Diese Maßnahme zeigt offenbar erste Erfolge. „Aktuell habe ich keine Beschwerden vorliegen“, sagte Raab am Dienstag auf Anfrage des Stadt-Anzeigers. Dass das Problem dauerhaft gelöst wurde, glaubt sie aber nicht. „Das ist ein Dauerthema am Vahrenheider Markt.“

Von Christian Link

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Vahrenheide in Zahlen
  • Stadtbezirk : Bothfeld-Vahrenheide, 3. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 47.534
  • Einwohner je Stadtteil: Bothfeld (20.376 Einwohner), Sahlkamp (13.623 Einwohner), Vahrenheide (9.090 Einwohner), Isernhagen-Süd (2.729 Einwohner) und Lahe (1.716 Einwohner) (Stand 2011).
  • Bevölkerungsdichte : 1.549 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30657, 30659
  • Markantes aus der Geschichte: Der Stadtteil hat seinen Namen von der Vahrenwalder Heide. Hier soll am 18. August 1903 Karl Jatho einen der ersten Motorflüge der Welt vollbracht haben. Einige Jahre später schuf die Reichswehr hier einen Flugplatz, aus dem nach dem Ersten Weltkrieg der Flughafen Hannover-Vahrenwald entstand. Der Flughafen wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und danach nicht wieder in Betrieb genommen.
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