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Vahrenwald 141 Wohnungen ersetzen Üstra-Depot
Hannover Aus den Stadtteilen Vahrenwald 141 Wohnungen ersetzen Üstra-Depot
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02:15 06.05.2016
Die Versorgungseinrichtung der Üstra plant auf dem brachliegenden Depot den Bau von zwölf Mehrfamilienhäusern.Foto: Krajinovic (Archiv) Quelle: (Foto: Marta Krajinović)
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Vahrenwald

Vahrenwald. Die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Stadtbahn-Depot an der Vahrenwalder Straße kommt endlich ein weiteres Stück voran. Der Bezirksrat Vahrenwald-List hat in seiner jüngsten Sitzung als erstes städtisches Gremium dem Bebauungsplan für das neue Wohnquartier namens Vahrenwalder Anger zugestimmt. Demnach wird das Versorgungswerk der Üstra auf dem 15 700 Quadratmeter großen Areal insgesamt zwölf Mehrfamilienhäuser mit 141 Wohnungen bauen. Mindestens jede fünfte Wohnung soll mit öffentlichen Mitteln gefördert und über Belegrechte vermietet werden. Den Großteil des neuen Wohnraums will die Üstra allerdings an seine Mitarbeiter zu günstigen Konditionen vermieten.

Architektur: Die zwölf geplanten Mietshäuser sollen jeweils drei bis fünf Geschosse sowie ein begrüntes Flachdach erhalten. „Staffelgeschosse sind nicht zulässig, um die Höhenentwicklung der geplanten Bebauung an die vorhandene umgebende Bebauung anzupassen“, heißt es im Bebauungsplan. Die Häuserzeile entlang der Wedelstraße darf deswegen nur vier Stockwerke in die Höhe wachsen. Um eine Abgrenzung zur Niedersächsischen Wach- und Schließgesellschaft und zum Rewe-Markt zu schaffen, werden Hecken gepflanzt. Zum Busdepot hin entsteht eine vier Meter hohe Lärmschutzwand.

Infrastruktur: An einen fünfgeschossigen Neubau neben dem Omnibusdepot wird eine eingeschossige Mitarbeiter-Kita der Üstra für zwei Gruppen (15 Krippen-, 25 Kindergartenkinder) angebaut. Die etwa 500 Quadratmeter große Freifläche wird an das Busdepot grenzen.

Aufgrund der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr müssen nur drei von vier Wohnungen einen Parkplatz haben. Dadurch soll eine „spürbare zusätzliche Verkehrsbelastung“ für die Bewohner der Wedelstraße vermieden werden, über die das neue Quartier hauptsächlich an das Verkehrsnetz angeschlossen wird. Der städtebauliche Vertrag sieht vor, dass die Ausbaukosten vom Üstra-Versorgungswerk bezahlt werden. Die etwa 200 000 Euro teure Erschließungsstraße zwischen Wedelstraße und Von-der-Decken-Straße bezahlt die Üstra zu 90 Prozent, die übrigen 10 Prozent zahlt die Stadt.

Zeitplan: Die langwierigen Diskussionen über das Wohngebiet haben bereits zu einer deutlichen Verzögerung des Projekts geführt. Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits in diesem Sommer starten, jetzt wird der Frühsommer 2017 anvisiert - sofern das Genehmigungsverfahren nicht noch mehr verzögert wird. Im Bauausschuss hat die SPD-Fraktion den Beschluss zum Bebauungsplan wegen Beratungsbedarfs erneut vertagt. Trotzdem sollte ein Ratsbeschluss noch vor der Sommerpause vorliegen. Von Christian Link

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