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Vahrenwald Bauchtanzmesse zu Gast im Freizeitheim
Hannover Aus den Stadtteilen Vahrenwald Bauchtanzmesse zu Gast im Freizeitheim
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00:15 19.03.2017
Tänzerinnen der Gruppe FCBD aus Hannover bewegen sich anmutig zu orientalischer Musik auf der Bühne des Freizeitheims Vahrenwald. Quelle: Sonja Steiner
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Hannover

Farben in allen Nuancen, Seidentücher, prächtige, mit Pailletten verzierte Kostüme - für drei Tage hat sich das Freizeitzentrum Vahrenwald in einen orientalischen Basar verwandelt. Aus dem großen Saal erklingt Musik. Um zu sehen, was auf der Bühne geschieht, braucht es gute Nerven und den Willen, sich durchzuschlängeln, denn der Platz davor ist voll mit Menschen. World of Orient nennt sich das Spektakel, bei dem neben den vielen Ständen rund um den Bauchtanz etliche internationale Tänzerinnen ihr Können präsentieren. Genauer hingeschaut, handelt es sich dabei um eine klassische Verkaufsmesse, die sich von anderen aber durch ihr umfangreiches Showprogramm abhebt.

Geboten werden auf dem bunten orientalischen Marktplatz („Souk de Marrakesch“) arabisches Kunsthandwerk, Tanz- und Musikzubehör, kunstvolle Seifen und Düfte, orientalische Wohnaccessoires, stündliche Tanz- und Musikdarbietungen und ein Flair aus 1001 Nacht. Angeboten von mehr als 50 Ausstellern und Händlern aus Marokko, Ägypten, dem Libanon oder Indien. Flankiert wird die seit 18 Jahren in Hannover stattfindende Messe von zwei Galashows im Theatersaal Langenhagen.

Das sanfte Drängeln nach vorn wird mit einer Tanzdarbietung der Fat Chance Belly Dance Sister Studio Hannover belohnt. Wenig später lässt Bauchtanz-Profi Jara Maya aus Schwabach dort die Hüften kreisen. Mehr als 50 Tänzerinnen und Gruppen sind an diesem Wochenende zu Gast im Freizeitheim. „Der Bauchtanz ist nicht irgendein Tanz“, erklärt Ülkü Klein einen Raum weiter. Die Kostümhändlerin aus der Nähe von Heidelberg lehrt den traditionellen Tanz seit 30 Jahren. „Die Frauen verändern sich dadurch, sie werden selbstbewusster und bekommen einen stolzen, geraden Gang“, erläutert sie. „Es ist eine andere Art von Emanzipation als hier in Europa, aber es ist eine!“ Zur Orientmesse meint sie: „Es ist ein Insider-Geschäft und war früher viel größer. Neben Hannover gibt es nur noch zwei Messen, eine in Duisburg, eine in Nürnberg. Und auch der Bauchtanz wird zunehmend von Zumba verdrängt“, meint sie bedauernd. Trotzdem sei die Atmosphäre im Freizeitheim toll, lächelt sie. Besucherin Konstanze Winkler kann sich dem nur anschließen. Sie steht an einem Stand, dessen vielfältige Düfte eine fast magische Anziehungskraft ausüben und der damit seinem Namen 1001 Düfte mehr als gerecht wird. „Das hier ist mein Lieblingsstand, ich mag vor allem die Düfte. Aber auch die tollen Kostüme“, verrät sie und schnuppert an einer Seife. Standbesitzer Ghassan Reda schmunzelt. „Balthasar ist immer mit dabei, deshalb kann mir nichts passieren“, meint er augenzwinkernd und zeigt auf ein Körbchen mit Myrrhe. Seine Düfte kommen aus Äthiopien, Sumatra, Marokko und Griechenland. Zum sechsten Mal ist der Mann mit dem weißen Bart mit seiner Frau Annette dabei. Er blickt ganz zufrieden - wenn er wieder nach Bad Neuenahr zurückfährt, hat er eine erfolgreiche Messe hinter sich.

Das überwiegend weibliche Publikum kommt ebenfalls aus weiten Teilen Deutschlands, denn hier gibt es eine sehr große Auswahl an allem, was eine Bauchtänzerin für ihr Outfit und den Tanz benötigt, allerdings nicht zu Discountpreisen. Und die Konkurrenz auf dem hart umkämpften Markt ist groß - ein nicht erfragtes Bild kann zu sehr unwirschen Reaktionen bei Standbetreibern führen. So groß ist die Angst, das Kostüm könnte nachgeschneidert werden. Ansonsten herrscht an diesem Wochenende eine freundliche und entspannte Stimmung. Konstanze Winkler jedenfalls wird auch beim nächsten Mal wieder dabei sein. „Ich mag die orientalischen Sachen einfach total gerne!“

Von Sonja Steiner

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