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Big Band begeistert mit Rolling-Stones-Konzert

Grüße vom Beginn der Steinzeit Big Band begeistert mit Rolling-Stones-Konzert

Eine Big Band reiferen Alters spielte das erste Konzert der Rolling Stones nach. Damals coverten die berühmten Rocker noch selbst.

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„Anne spielt es etwas tiefer“: Auch eine Mundharmonika hat die kleine Big Band im Angebot.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Die bunten Lichter der Scheinwerfer flitzen über den roten Vorhang und die bereitstehenden Instrumente. Vor der Bühne stehen etwa 50 Stühle in Reih und Glied. Der Aufbau im Konzertsaal der Lukaskirche erinnert ein wenig an einen Abi-Ball. Doch als die Musiker die Bühne betreten, verfliegt dieser Eindruck. „Wir sind Back to the Roots. Das heißt: ,Zurück zu den Wurzeln’“, sagt Wolfgang Schiemann, der Bassist, ins Mikrofon .

Alle Mitglieder der Big Band sind bereits in fortgeschrittenem Alter, Gitarrist Sascha Westermann ist mit seinen 40 Jahren „das Küken der Band“. Er ist auch der Einzige, der kein T-Shirt mit dem Logo der Rolling Stones trägt. Dabei stehen die Dauerrocker bei der Band im Mittelpunkt - auch wenn nicht jeder bekannte Stones-Song original von Jagger und Kollegen stammt. „Den Song ,Route 66’ halten viele für ein Stones-Original, dabei wurde er von Nat King Cole komponiert“, erklärt Schiemann. Zustimmendes Gemurmel im Publikum, das in rhythmisches Nicken übergeht, als das Stück beginnt.

Mitglieder machen seit Jahrzehnten zusammen Musik

Statt den ewigen Hits „Paint It Black“ und „Satisfaction“, spielen Back to the Roots bei ihrem Konzert die Setliste des ersten Rolling-Stones-Konzerts nach. Als die Briten das erste Mal - und zwar am 12. Juli 1962 im Maquee Jazz Club in London - auftraten, hatten sie noch keine eigenen Songs, und so spielten sie Coverversionen von Künstlern der Dreißiger- und Fünfzigerjahre. Sie coverten Jimmy Reed und Muddy Waters, dessen Song „Rolling Stone“ angeblich spontan als Bandname gewählt wurde. Die Liste der gespielten Stücke ging ein in die Bandgeschichte der Stones - und kam irgendwann auch Schiemann in die Finger.

Er und Sänger Wilfried Moritz machen bereits seit 1957 zusammen Musik, damals noch in der Schülerband der Werner-von-Siemens-Schule. Seit Frühjahr vergangenen Jahres treffen sie sich nun regelmäßig mit sechs weiteren Musikern aus dem Raum Hannover, manchmal auch in größerer Besetzung mit Gastspielern. Aber es sei schon mit acht Leuten schwierig, einen Probentermin zu finden, sagt Schiemann. „Wir sind eben eine kleine Big Band.“

Die Kombination stimmt

Doch die Kombination stimmt offenkundig: Auch wenn in der Lukaskirche nicht alle Stühle besetzt sind - dem Publikum gefällt es. Moritz singt mit sichtlicher und hörbarer Begeisterung, während sich Saxofon, Gitarre und Keyboard mit den Soli abwechseln. Ab dem dritten Coversong im Stil der Rolling Stones wippen die Zuschauer mit Köpfen und Füßen mit. Getanzt wird nicht, vielleicht, weil das Publikum in einem ähnlichen Alter ist wie die Band. Aber Schiemann nimmt es mit Humor: „Beim nächsten Song wird die Mundharmonika eigentlich sehr hoch gespielt. Aber Anne spielt es etwas tiefer, damit die Hörgeräte nicht rausfallen“, lautet eine seiner Ansagen.

Von Felix Müller

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  • Einwohner je Stadtteil: Vahrenwald (24.036) und List (43.584)
  • Bevölkerungsdichte : 8.216 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30161, 30163, 30165, 30177, 30655
  • Markantes aus der Geschichte: Das Dorf Vahrenwald wurde 1183 erstmals urkundlich als Vorenwalde bekannt, während Hannover bereits 20 Jahre zuvor 1163 als Honovere erwähnt wurde. Der Dorfname Vahrenwald ist wahrscheinlich aus Vor-dem-Wolde (vor dem Walde) abgeleitet.1891 erfolgte die Eingemeindung nach Hannover.
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