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Vahrenwald St. Joseph feiert erstes Klosterwochenende
Hannover Aus den Stadtteilen Vahrenwald St. Joseph feiert erstes Klosterwochenende
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00:16 01.10.2017
„Wir machen beide etwas, was die Welt eigentlich nicht braucht“: Klippenspringer Jan Wilko Heinzel, Moderator Peter Harling und Benediktinerpastor Abraham Fischer. Quelle: Jan Fischer
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Hannover

Treffen sich ein Benediktinerpater und ein Klippenspringer. Was wie der Anfang eines besonders surrealen Witzes klingt, war der Abschluss des Klosterwochenendes, das am Wochenende im Forum St. Joseph stattfand.

Dort begegneten sich im ersten SonnTalk der auf internationalem Wettkampfniveau agierende Klippenspringer Jan Wilko Heinzel aus Hannover und der Benediktinerpater Abraham Fischer aus dem Kloster Meschede. Das Thema des SonnTalks - der zu einer regelmäßigen Reihe werden soll - war „Loslassen“. So unterschiedlich beide auch waren, so schnell fanden sie Gemeinsamkeiten: „Wir machen beide etwas, was die Welt eigentlich nicht braucht“, stellte Abraham Fischer, der im Kloster auch als Schmied und Kunsthandwerker arbeitet, fest. Aber eben auch etwas, aus dem sich vielleicht Lehren für das Leben ziehen lassen: „Der Weg nach oben ist eine Meditation, man muss die Angst loslassen“, sagte Heinze. Ähnlich sei es im Kunsthandwerk, es sei wichtig, sich auf eine Sache zu konzentrieren, fügte Fischer hinzu: „Ich muss den Mut haben, Firlefanz und Nebenideen loszulassen“, sagte er - und ergänzte: „Wenn man losgesprungen ist, ist man noch lange nicht am Ende.“

"So viele Ordensleute hat die List noch nicht gesehen"

Das Klosterwochenende, in das dieser erste SonnTalk eingebettet war, war die erste größere Festveranstaltung seit der Gründung des Forums St. Joseph im August 2016. Im Forum befindet sich eine Kita, außerdem fungiert es als Begegnungsstätte und steht auch weltlichen Initiativen als Treffpunkt offen. Das Klosterwochenende, das vier Orden - die Vinzentinerinnen, die Congregatio Jesu, die Karmelitinnen und die Benediktiner - gemeinsam gestaltet haben, sei gut besucht gewesen, sagte Pfarrer Heinrich Plochg, und fügte hinzu: „So viele Ordensleute hat die List noch nicht gesehen.“

Besonders viele Menschen seien zu den Konzerten des Chors Klosterbrüder sowie zu der Lesung des Autors Peter Wunsch aus dem Buch „Mit Obdachlosen von Angesicht zu Angesicht“ gekommen. Aus Meschede hätte es eigens gebrautes Klosterbier gegeben - und selbstverständlich andere alkoholische Spezialitäten aus den Klöstern. Insgesamt zeigte sich Plochg zufrieden: „Es soll nicht das erste und einzige Mal bleiben“, sagte er.

Von Jan Fischer

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