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Die Realität ist eine Illusion

Vahrenwald Die Realität ist eine Illusion

Mit dem Elefanten ins Freizeitheim Vahrenwald: Alexander Hartmann zeigt den Zuschauern in seiner Show den Weg zum Unterbewusstsein.

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Und alle machen mit bei Alexander Hartmanns Hypnosespiel im Vahrenwalder Freizeitheim.

Quelle: Steiner

Vahrenwald. „Das Geheimnis ist: Es gibt keins!“, strahlt der junge Mann. Alexander Hartmann, Mentalist, Hypnotiseur und Zauberer, sieht aus wie eine lebendige Comiczeichnung. Seine Haare stehen auf magische Weise steil wie ein Brett vom Kopf ab, von Statur ist er eher schlaksig, sein Lächeln bleibt während der zweistündigen Show im Freizeitheim Vahrenwald in seinem Gesicht, als könnte er nicht anders als nur lächeln. Vor etwa 40 gespannten Gästen erzählt er auf charmante Weise von seinem Buch „Mit dem Elefant durch die Wand“.

Mit seiner Methode soll jeder mehr Erfolg im Leben erfahren können, verspricht der Stuttgarter, der als Hypnotiseur schon in vielen Fernsehshows auftrat. Das Geheimnis, das keines ist, ist das der Hypnose. „Hört sich ein bisschen widersprüchlich an, ich bin ja selbst Hypnoselehrer“, schmunzelt er. „Aber die Wahrheit ist: Es sind allein deine Gedanken, die das alles bewirken, ich helfe nur ein wenig dabei.“ Als Beispiel zeigt er Ausschnitte aus seiner Show: „The Reality-Hacker“. Dort lässt er Menschen aus Flugzeugen springen und suggeriert ihnen hinterher, sie seien nicht gesprungen. Dafür pflanzt er jemandem, der nie gesprungen ist, diese Erfahrungen ein, mit allem Drum und Dran. „Wer nun hat diese Erfahrung wirklich gemacht?“, fragt er ins ratlose Publikum.

Hartmanns Sprache ist jugendlich, durchsetzt mit vielen englischen Begriffen, seine Erklärungen würzt er immer wieder mit kleinen Witzen. Und dann ist das Publikum dran. „Wer kommt mal auf die Bühne?“, fragt er, pickt sich eine Besucherin heraus. Katrin muss ihren Arm heben. „Er ist jetzt wie aus Beton, du kannst ihn nicht mehr bewegen.“ Tatsächlich - es funktioniert. Hartmann erlöst seine Kandidatin, indem er von Fünf zurückzählt und entlässt sie unter Beifall und erstaunten Blicken. „Das sind alles nur Spielereien, die aber zeigen, wie Gedanken wirken“, erklärt er. „Du denkst, du kannst den Arm nicht mehr bewegen, und dann kannst du es auch nicht mehr.“

Aus dieser Erkenntnis hat er sein System entwickelt, das zu mehr Erfolg führen soll. Vier Bausteine sind es, die zusammenhängen: die Einbildungs- oder Vorstellungskraft, der Körper, die Erfahrung und die Überzeugungen, die ein Mensch hat. „Sie bilden einen Kreislauf, den ich Loop nenne, und in jeden dieser Bausteine können wir eingreifen, um unseren Elefanten dazu zu bewegen, das zu tun, was wir wollen. Der Elefant ist das Unterbewusstsein, das uns zu einem großen Teil steuert.“

Das, was Erfolg ausmache, sei nur das, was erfolgt, erklärt er. „Es ist schlicht das Ergebnis unseres Handelns.“ Wer negativ denke, für den fände der Körper stets Wege, dass auch ein negatives Ergebnis passiere. „Ich bin kein Freund des blinden positiven Denkens, denn das hilft nicht, wenn man schlecht drauf ist.“ Aber es helfe, wenn man in solchen Situationen die Augen aufreißt, den Rücken durchstreckt und lächelt. „Die Botschaft kommt beim Unterbewusstsein, unserem Elefanten, an und der denkt dann: Uups, wir haben offensichtlich gute Laune, los, Endorphine ausschütten.“ Ein ganz wichtiges Mittel, um sich auf Erfolg zu polen, sei es, seine Ziele aufzuschreiben. „Das habe ich von vielen erfolgreichen Menschen gelernt, sie schreiben sich ihre Ziele auf - und zwar immer wieder. Dann verinnerlicht das Unterbewusstsein diese Ziele, und die Erfolgschancen sind fünfmal höher, als wenn man es nicht macht“, verspricht Hartmann. „Da passiert tatsächlich irgendwie Magie!“ Letztendlich seien es unsere Gedanken, die unsere Realität schaffen. „Albert Einstein hat gesagt: Die Realität ist eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige.“ Und so könne er auch Menschen von Phobien befreien, wie er anschaulich anhand einer Spinnenphobikerin im Filmausschnitt zeigt, auf deren Handfläche eine Tarantula sitzt, während sie entspannt lächelt. Auch wenn Hartmann mit seinem Erfolgssystem das Rad nicht neu erfunden hat: Interessant und unterhaltsam ist es allemal. Und ein Geheimnis bleibt auch nach dem Abend: Wie schafft er es, dass ihm auch nach zwei Stunden die Haare immer noch brettartig vom Kopf abstehen? Aber vielleicht ist auch das nur eine Illusion.

von Sonja Steiner

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Vahrenwald in Zahlen
  • Stadtbezirk : Vahrenwald-List, 2. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 67.620
  • Einwohner je Stadtteil: Vahrenwald (24.036) und List (43.584)
  • Bevölkerungsdichte : 8.216 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30161, 30163, 30165, 30177, 30655
  • Markantes aus der Geschichte: Das Dorf Vahrenwald wurde 1183 erstmals urkundlich als Vorenwalde bekannt, während Hannover bereits 20 Jahre zuvor 1163 als Honovere erwähnt wurde. Der Dorfname Vahrenwald ist wahrscheinlich aus Vor-dem-Wolde (vor dem Walde) abgeleitet.1891 erfolgte die Eingemeindung nach Hannover.
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