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Vahrenwald Geplantes Hochhaus stößt auf Kritik
Hannover Aus den Stadtteilen Vahrenwald Geplantes Hochhaus stößt auf Kritik
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02:15 18.06.2016
Die Klopstockstraße in Richtung der Günter-Wagner-Allee. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Hannover

Auf der letzten unbebauten Fläche zwischen VHV-Versicherung und Klopstockstraße sollen im südlichen Bereich Wohngebäude von rund 23 Metern Höhe entstehen, auf der nördlichen Seite soll ein 50-Meter-Hochhaus den Eingang in das sogenannte Pelikanquartier markieren.

Der Bauausschuss hat Pläne von Gundlach, in dem Neubauviertel hinter dem Pelikan-Gelände ein 50 Meter hohes Einzelgebäude zu errichten, bereits im Mai einstimmig befürwortet. Jahrelang galten Hochhäuser als wenig attraktiv und zudem in Städten wie Hannover wegen billigen Baugrunds als unwirtschaftlich. Mittlerweile aber zählt offensichtlich jede Wohneinheit, sodass auch wieder in die Höhe gedacht wird.

Das Wohnungsbauunternehmen hatte vor Jahren bereits ein Hochhaus auf der anderen Seite des Baugebietes geplant. Dieses wurde nicht realisiert und soll nun an der Klopstockstraße entstehen. „Wir wollen kein Hochhaus, das den Charakter des Stadtviertels zerstört und außerdem die umliegenden Gebäude verschattet“, erklärten Anlieger auf der Bezirksratssitzung. Sie stören sich bereits an der Öffnung der Klopstockstraße Richtung Günther-Wagner-Allee, die nötig war, um das neue Wohngebiet zu erschließen: „Durchgangsverkehr und Hochhaus - das ist eindeutig zu viel.“

Aussagekräftige Architekturpläne liegen nicht vor

Westlich der Günther-Wagner-Allee ist das Gundlach-Wohnviertel „Vier“ mittlerweile weitgehend ausgebucht, jetzt nimmt das Unternehmen östlich der Straße die nächste Fläche in Angriff. Aussagekräftige Architekturpläne gibt es noch nicht, auch wenn bereits Projektstudien gefertigt worden sein sollen. Der Großteil des etwa 120 000 Quadratmeter großen Plangebiets soll wieder mit Mehrfamilienhäusern mit einer Traufkante von 23 Metern bebaut werden. Im nördlichen Abschnitt, nahe der Brüder-Grimm-Schule, ist jetzt der Planung zufolge der umstrittene Solitärbau mit 50 Metern Höhe vorgesehen. Er könnte 15 bis 18 Stockwerke beherbergen. Der Rat hat nun zunächst die Bürgerbeteiligung gestartet; wann Baustart sein könnte, ist noch offen. „Jeder Bürger kann bei der Stadt seinen Widerspruch gegen das Bauvorhaben einlegen“, betonte Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann (SPD). Noch sei das Hochhaus keine beschlossene Sache.

Von Susanna Bauch

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