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Vahrenwald So feierte Vahrenwald sein 750. Jubiläum
Hannover Aus den Stadtteilen Vahrenwald So feierte Vahrenwald sein 750. Jubiläum
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02:15 03.12.2016
Blick über die Dächer von Vahrenwald: Die Vahrenwalder Straße (rechts oben) ist eine wichtige Verkehrsachse für ganz Hannover. Quelle: Archiv
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Hannover

Es ist ein Ende mit Blumen. Die gibt es auch für Ulrike Richter, Sozialpädagogin aus Vahrenwald und einstige Leiterin des Freizeitheims. Sie nimmt den Strauß von der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Monica Plate entgegen und muss sich einen Moment fassen. Schön sei dieses Jubiläumsjahr gewesen, sagt sie dann mit leicht feuchten Augen. „Ich habe bei der Organisation gern mitgemacht.“ Es gibt Blumen für viele Akteure, die 2016 zu einem Festjahr für einen altehrwürdigen Stadtteil gemacht haben - mit der Feier zum ersten Advent fand die Party zum 750. Geburtstag Vahrenwalds jetzt ihr Ende.

Lebenshilfe Hannover, Geschichtswerkstatt, das Team des Freizeitheims, Schützenverein, Kleingartenverein Feierabend, Kitas, Kirchengemeinde, Flüchtlingsunterkunft Büttnerstraße oder Arbeiterwohlfahrt - aus vielen Vereinen und Stadtteileinrichtungen sind Menschen gekommen, die am Jubeljahr mitgewirkt haben. Für sie lassen Richter, Lydia Schröder von der Medienwerkstatt des Freizeitheims und dessen Leiterin Claire Lütcke die schönsten Momente aus Dutzenden Veranstaltungen Revue passieren. Es gibt ein Buch mit dem so einprägsamen Titel „Wichtig“, in das Besucher des Festes der Kulturen im September ihre Wünsche eintrugen. Menschen mit und ohne Behinderung haben einen Film gedreht, Hortkinder interviewten Gäste von Veranstaltungen und holten Nepalesen, Musiker, HipHop-Tänzer und Aktivisten von Amnesty International vor die Kamera.

All das zeigt, wie bunt Vahrenwald längst geworden ist. Nur noch der Name erinnert vage an das Dorf aus dem Jahr 1266. Vorenwolde hieß der Ort damals. Und Dorf ist er für viele Jahrhunderte geblieben. Erst mit der Industrialisierung begann ein spürbares Wachstum, und vor 125 Jahren wurde Vahrenwald in das Stadtgebiet Hannovers eingegliedert.

Wachstum bedeutet aber auch, dass es immer mehr Menschen und Institutionen in einem solchen Stadtteil gibt. Längst weiß nicht mehr jeder, was ein paar Straßen weiter passiert. Mit dem Festjahr wollten die Organisatoren nicht nur das Image Vahrenwalds aufbessern. Es ging und geht auch um Nachbarschaftspflege. Das hat funktioniert. „Vor allem wegen der vielen Ehrenamtlichen“, sagt Richter. Das findet auch Hans Werner Blickwede von der Initiative Nachbarn für Nachbarn, die sich um ältere Bewohner von Häusern des Spar- und Bauvereins kümmert und eigene Veranstaltungen auf die Beine gestellt hat. „Das Beste für mich war“, meint Blickwede, „dass wir dabei waren und Vahrenwald ein Stück schöner gemacht haben.“ Rainer Wieland von der Vahrenwalder Schützengesellschaft plädiert dafür, auch nach dem Jubiläum gemeinsam Feste zu organisieren. „Die Vereine rücken enger zusammen.“

Im September gab es beim Fest der Kulturen einen besonderen Moment. Der Festumzug, bunt und schrill, zog durch die Vahrenwalder Straßen. Aus den Fenstern schauten Leute herab, einige schrien: „Wogegen demonstriert ihr denn da?“ Die Antwort kam fröhlich und spontan: „Nicht dagegen, sondern dafür!“, erinnert sich Monica Plate. Gemeint war: für das Bunte und Gemeinschaftliche im Viertel.

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