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Vahrenwald Zehn Jahre Kabarett im Step by Step
Hannover Aus den Stadtteilen Vahrenwald Zehn Jahre Kabarett im Step by Step
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14:00 29.04.2017
Von Juliane Kaune
Gutes Team: Matthias Brodowy und Tanzschulen-Chef Chris Vogt (linkes Bild, von rechts) auf der Step-by-Step-Bühne. Quelle: S.Heller
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Hannover

Wer weiß, ob es so weit gekommen wäre, wenn Matthias Brodowy besser hätte tanzen können. Der musikalische Kabarettist hatte in dieser Hinsicht aber nicht genügend Taktgefühl. Er buchte Nachhilfestunden in der Tanzschule Step by Step, um bei seiner Hochzeit keine allzu schlechte Figur auf dem Parkett zu machen. Irgendwie müssen die Räume in der Melanchthonstraße ihn besonders inspiriert haben. Jedenfalls kam Brodowy auf die Idee, dass sich in der „Tanze“ doch auch mal Kabarett spielen lassen müsse.

Zehn Jahre ist das her. Die Idee ist aufgegangen: Die Step-by-Step-Bühne in der Vahrenwalder Tanzschule hat sich zu einer festen Größe in Sachen Kabarett und Kleinkunst entwickelt. „Das ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Chris Vogt, Chef der Kultureinrichtung, in der Künstler wie Bill Ramsey, Gayle Tufts, Bodo Wartke und Vince Ebert aufgetreten sind. Viele kommen immer wieder. Nicht nur die Künstler schätzen die familiäre Atmosphäre: Mit etwas Glück können die Gäste erst das Programm sehen - und dann mit den Interpreten an der Theke sitzen.

Der Kölner Liedermacher Purple Schulz - in den Achtzigerjahren deutschlandweit eine Berühmtheit mit Hits wie „Sehnsucht“ oder „Verliebte Jungs“ - hat eine besonders innige Beziehung zu der kleinen Bühne in Vahrenwald aufgebaut. „Das war von vorne bis hinten nichts anderes als großartig!“, hat er 2014 ins Gästebuch geschrieben. Im vergangenen Jahr hat er dort seine neue CD vorgestellt, und am 26. Oktober ist der dann 61-Jährige mit seiner Tour „Der Sing des Lebens“ wieder in der Melanchthonstraße zu Gast.

Brodowys "kleines Labor"

„Das alles macht uns sehr stolz“, sagt Vogt. Auch sein früherer Schulkamerad, späterer Tanzschüler und Bühneninitiator Brodowy tritt regelmäßig dort auf. Am 30. April 2007 zum ersten Mal: Zum „Lach in den Mai“ hatte er geladen, einem Kabarettabend mit Schwoof. Bis heute ist die Veranstaltung am letzten Apriltag fester Bestandteil des Step-by-Step-Programms. Brodowy beschreibt die Bühne als „mein kleines Labor - jedes neue Programm wird hier zum allerersten Mal aufgeführt“.

Natürlich wird er auch im Jubiläumsjahr in der ersten Mainacht zum Mitlachen und Mittanzen auffordern. Ein Geburtstagslied hat er zudem vorbereitet: „Alles pfeift nach meiner Tanze.“ Weil man bei solchen Gelegenheiten Geschenke macht, verzichtet der Künstler auf die Gage. Wie die Swing-Combo Steward Five, die ihn begleitet.

Auch die Geburtstagsgäste können sich an einem Geschenk beteiligen: Das Eintrittsgeld wird in die feste Bühne investiert, die seit einem Jahr genutzt wird - und die Vogt abbezahlen muss. Zuvor wurde für jeden der monatlichen Auftritte eine mobile Bühne geliehen. Der Flügel, an dem Brodowy spielt, gehört ebenfalls zur Ausstattung. Vogt hofft, dass ab 2018 auch die Kulturverwaltung finanziell etwas beisteuert. „Noch ist das mein teures Hobby“, meint er. Und lacht.

„Lach in den Mai“ beginnt am 30. April um 20.20 Uhr in der Melanchthonstraße 57. Tickets kosten 40, ermäßigt 36 Euro, Vorverkauf unter tickets@stepbystep-hannover.de.

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